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Grimmaer helfen im bayerischen Katastrophenort Simbach

Nach schwerem Hochwasser Grimmaer helfen im bayerischen Katastrophenort Simbach

Die Flut-Bilder aus dem Süden Deutschlands erinnerten Grimma an die schweren Hochwasser 2002 und 2013 . Die damals eingetroffenen zahlreichen Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet waren eine dankbare Unterstützung. Nun schickte die Stadt Helfer nach Simbach.

Verwüstungen im ganzen Ort: Mit Schippe und den bloßen Händen wurde das angeschwemmte Treibgut entsorgt.

Quelle: Stefan Schuricht

Grimma/Simbach. Zurück aus Simbach am Inn sind sechs Grimmaer. Sie halfen, den Menschen vor Ort. Überschwemmungen hatten dazu geführt, dass sich Schlamm und Geröll durch die Ortschaft wälzten und Schäden in Milliardenhöhe verursachten. „Es hat sich bewährt, dass wir Hilfstechnik und jede Menge Erfahrungen im Gepäck hatten“, sagt Stefan Schuricht, der dem Sextett vorstand. „Es gab kein Wenn und Aber, als ich die Mitarbeiter fragte, ob sie in Simbach helfen wollen“, sagt der Bauhofchef Wolfgang Schlick. Denn die Bilder aus dem Süden Deutschlands erinnerten die Grimmaer an die Fluten 2002 und 2013. Die damaligen Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet waren eine große Hilfe. „Wir erfuhren eine unglaubliche Welle an Solidarität. Das half vielen Bürgern, wieder Mut zu schöpfen. Jetzt wollten auch wir ein Stück der Solidarität wieder zurück geben“, sagt der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos), der sich auch bei dem Bauhofteam bedankte..

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Überschwemmungen hatten in großen Teilen des bayerischen Ortes Simbach schwere Zerstörungen angerichtet. Schlamm und Geröll wälzten sich durch die Ortschaft und verursachten Schäden in Milliardenhöhe.

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Die Mannschaft unter der Leitung von Stefan Schuricht verfügte über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz bei der Bekämpfung von Katastrophen. Darunter waren Feuerwehrleute, wie Markus Beiler (FFW Mutzschen), Tobias Schulze (FFW Nerchau), Karsten Röhner (FFw Grimma) oder der Leiter der Wasserwehr Wagelwitz, Frank Hempel. Doch auch Nico Zieger stand seinen Mann in Simbach. „Es war erschreckend, was der Gebirgsbach angerichtet hat. Es sah aus wie im Kriegsgebiet“, erzählt Stefan Schuricht. Von einem Simbacher hatte er erfahren, dass das Sägewerk weggeschwemmt worden war und den Durchlass des Baches versperrt hatte, so dass sich das Wasser anstaute und dann plötzlich als Flutwelle über den Ort hereinbrach.

Betroffen von dem Unglück war auch Familie Kammergruber. Gitti (30) und Roman (29) wohnten mit ihren beiden Söhnen neben dem eigentlich idyllischen Simbach. „Als wir auf das Grundstück kamen, fanden wir eine Schlammwüste vor. Im Hof standen Gehege mit Schlangen und Echsen“, erzählt Markus Beiler. „Die Mutter erzählte, wie es ihr gelang, die Kinder und Tiere zu retten“, sagt er. „Die Familie war fertig. Sie hatte ihr gesamtes Habe verloren“, sagt Karsten Röhner. „Wir wurden ungläubig angesehen, als wir wieder Wasser in das Haus pumpten, um den Schlamm rauszubekommen und die Wände stabil zu halten“, erklärt Röhner.

In Grimma habe man unter anderem die Erfahrung gemacht, dass das Gemäuer langsam trocknen muss, damit sich keine Risse bilden und der Schlamm zu Beton wird, wenn er nicht feucht entsorgt wird. Die Bauhofleute achteten auch darauf, dass die Hände oft gewaschen wurden, um bakteriologische Krankheiten zu vermeiden. Das taten dann auch die betroffenen Familien. Die Grimmaer halfen ebenso im Haus und Hof der Familie Grauhammer. Nicht zuletzt beräumten sie das Flussbett mit. „Wir hätten sicher noch weit mehr tun können. Doch im 9000 Einwohner zählenden Ort waren zahlreiche örtliche Helfer eingetroffen und es fiel den Behörden schwer, alle zu koordinieren“, meint Stefan Schuricht. Dabei denkt er gern an die Tage zurück, denn die „Sachsen“ waren schnell im kleinen Ort bekannt, weil sie sich 500 Kilometer auf den Weg gemacht hatten, um zu helfen.

Von Cornelia Braun

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