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Grimma Grimmaer lernen mit Witz und Ironie die französische Sprache
Region Grimma Grimmaer lernen mit Witz und Ironie die französische Sprache
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15:55 21.04.2017
Sarah-Sophie, Sophia und Celine besuchten mit weiteren Schülern aus dem Muldental die Zitadelle von Besancon in Frankreich. Quelle: Foto:
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Grimma/Frankreich

21 Schüler des Evangelischen Schulzentrums Muldental aus Großbardau und der Oberschule Grimma fuhren zum Schüleraustausch nach Frankreich. Pontailler sur Saône hieß das Ziel – ein kleiner Ort in Burgund, in der Nähe der Großstadt Dijon im Osten Frankreichs. Die Schüler wurden herzlich von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. „Einige kannten ihre Familie bereits vom Austauschprogramm letzten Jahres“, erzählt Manuel Haase aus der Klasse 9a. In Pontailler „feilten“ die deutschen und französischen Schüler gemeinsam am Projekt „idiomatische Redewendungen“, an dem sie bereits beim Besuch der Franzosen in Grimma im Dezember gearbeitet hatten. Idiomatische Redewendungen sind umgangssprachliche, meist bildhafte Ausdrücke, die wörtlich übersetzt keinen Sinn ergeben. Franzosen fallen zum Beispiel in die Äpfel, wenn sie ohnmächtig werden oder geben ihr Körnchen Salz dazu, wenn wir Deutschen unseren Senf dazugeben. „Nachdem wir mit Hilfe des in Grimma erarbeiteten Legespiels diese Wendungen wieder geübt hatten, arbeiteten die Schüler in Gruppen dazu kleine Sketche aus, die am letzten Tag vorgeführt wurden – dabei hatten wir alle viel zu lachen“, sagt Lukas Schmidtke aus der Klasse 9c.

Am ersten Tag waren die Muldentaler Schüler ins Rathaus eingeladen und fuhren nach Dijon, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken. An einem weiteren Tag ging es zur Senffabrik Fallot in Beaune. „Dort stellten wir unseren eigenen Senf her“, erinnert sich Lukas Schmidtke. Interessant war, dass nicht nur Senfkörner aus Burgund, sondern auch aus Kanada für die Herstellung des Senfs verwendet werden. Dieser Tag klang mit einer Stadtrallye und einem Bowlingspiel aus. Das Wochenende wurde individuell mit den Gastfamilien gestaltet. So war unter anderem Lasergame angesagt. Andere besuchten das Fußballstadion oder den Freizeitpark. Zum Besuchsprogramm gehörte auch die Stadt Besançon. Nach einem mühsamen Aufstieg wurde die vom berühmten Architekten Vauban errichtete Zitadelle besichtigt.

Am letzten Tag der Reise lernten die Muldentaler das Schulsystem und den Schulalltag kennen. „Wir erfuhren, dass jede Unterrichtsstunde 55 Minuten dauert und außer mittwochs (12 Uhr) jeder Schultag erst 17 Uhr endet“, erzählt Manuel Haase. Die Mittagspause an der Schule beträgt dagegen zwei Stunden. Zum Abschluss ging es in die Turnhalle, und es wurde Tischtennis und Badminton gespielt.

Mit vielen schönen Eindrücken ging es für die Grimmaer Schüler wieder in Richtung Heimat zurück. „Der Abschied von den Austauschschülern und unseren Gasteltern war sehr traurig“, meinte Manuel Haase und dankte im Namen der Schüler den Lehrerinnen, die diesen Austausch ermöglicht hatten.

Von Cornelia Braun

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