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Grimma Grimmaer pflanzen Baum im Gedenkpark Sopron
Region Grimma Grimmaer pflanzen Baum im Gedenkpark Sopron
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10:48 29.08.2018
29. Jahrestags des Paneuropäischen Picknicks: Vor der Ausstellung in Sopron stellt sich die ungarisch-deutsche Projektgruppe zum Gruppenfoto. Quelle: privat
Grimma

Zum 29. Jahrestag des Paneuropäischen Picknicks besuchten fünf Elft- und Zwölftklässlerinnen des Grimmaer Gymnasiums St. Augustin unter Leitung von Geschichtslehrerin Herma Lautenschläger das ungarische Sopron. Sie nahmen dort an der offiziellen Gedenkveranstaltung teil, bei der sie auch mit der hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf und ungarischen Schülern einen Baum im Gedenkpark pflanzten.

Rückblende: Das Paneuropäische Picknick fand am 19. August 1989 an der österreichisch-ungarischen Grenze statt und hatte großen Einfluss auf den Fall des Eisernen Vorhangs. Für einige Stunden war erstmals die Grenzanlage geöffnet worden, um zwischen Österreichern und Ungarn ein Picknick zu ermöglichen. Dies nutzten damals etwa 700 DDR-Bürger zur Flucht in den Westen.

Buch und Film zum 25. Paneuropäischen Picknick

Mit diesem Thema befassten sich bereits vor fünf Jahren vier Schülerinnen des Grimmaer Gymnasiums. Im Rahmen einer einjährigen Recherche fassten sie ihre Ergebnisse in einem Buch und einem Film zusammen und stellten sie zum 25. Jubiläum des Paneuropäischen Picknicks in einer Präsentation vor. Dafür wurden sie mit dem Hildegard-Hamm-Brücher-Preis geehrt (die LVZ berichtete).

Fortsetzung des Projekts am historischen Ort

Dieses Projekt werde nun fortgesetzt und vertieft, informiert Geschichtslehrerin Lautenschläger. Die Chance bot sich, da im Juni eine Schülergruppe aus Ungarn das Grimmaer Gymnasium besuchte und sich vier ungarische Schüler dem Projekt anschlossen. So trafen sich alle Beteiligten am 18. August in Sopron und arbeiteten gemeinsam am historischen Ort. Dabei waren sie Teil der 2. Sommerakademie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, die ihnen umfangreichere Informationen bot. Zur weiteren Vertiefung der Beziehungen verbrachten sie im Anschluss zwei Tage in Budapest und trafen auf weitere Teilnehmer der Sommerakademie aus Deutschland und Ungarn. In der Hauptstadt nahmen sie am 20. August an der Feier zum ungarischen Nationalfeiertag teil und besuchten am darauffolgenden Tag das ungarische Parlament, wo sie eine Diskussion mit Csaba Hende, Vizepräsident der ungarischen Nationalversammlung, führten.

Suche nach Zeitzeugen im Leipziger Raum

Inzwischen sind die fünf Schülerinnen nach Grimma zurück gekehrt. Es ist geplant, die Interviews gemeinsam mit den ungarischen Schülern auszuwerten und weitere Zeitzeugengespräche zu führen. „Vielleicht finden sich im Leipziger Raum Zeitzeugen, die in jenen Tagen ihren Urlaub in Ungarn verbrachten oder sogar das Picknick zur Flucht genutzt haben“, hoffen die Gymnasiasten. „Das würde uns sehr helfen“, rufen sie auf, sich im Gymnasium zu melden. Teil des Projekts soll eine Bilderserie sein mit Fotos aus der damaligen und heutigen Zeit, um „Wege, Menschen, Grenzen“ darzustellen. Die Ergebnisse des Projekts sollen dann zum 30. Jahrestag in Sopron vorgestellt werden.

Die Projektteilnehmer sind dankbar für die Unterstützung der Konrad Adenauer Stiftung, des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks und Katharina Landgraf. Sonst wäre die Reise nach Ungarn nicht möglich gewesen, heißt es.lvz

Von lvz

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