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Grimma Grimmaer wollen für verurteilten Oberbürgermeister sammeln
Region Grimma Grimmaer wollen für verurteilten Oberbürgermeister sammeln
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14:55 05.11.2015
Wegen einer umstrittenen Baumfällaktion soll Grimmas Stadtchef eine Geldstrafe bezahlen. Jetzt rühren Bürger die Spendentrommel. (Archivbild) Quelle: Leipzig report
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Grimma

Nach der Verurteilung des Grimmaer Oberbürgermeisters Matthias Berger (parteilos) wegen einer Baumfällaktion wollen Einwohner der Stadt Geld für ihn sammeln. „Es geht darum zu zeigen, dass die Bürger hinter ihm stehen“, sagte  Mitinitiator Sören Müller am Donnerstag. Berger war am Montag zu 10.150 Euro Strafe verurteilt worden, weil er die Abholzung von 6300 Quadratmetern geschütztem Stadtwald veranlasst hatte. Das Amtsgericht Grimma sah darin eine leichtfertige Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete. Der Stadtchef hatte es als Beitrag zum Hochwasserschutz bezeichnet.

Ursprünglich sei die Idee gewesen, einfach Spendenboxen aufzustellen, sagte Müller. Das sei aber rechtlich problematisch, weswegen nun über die Gründung eines Vereins nachgedacht werde. „Das ist alles noch in der Findung. Aber wir wollen das auf jeden Fall durchziehen“, sagte Müller. Berger habe als Oberbürgermeister viel für Grimma getan. „Jetzt geht es um die Symbolik, dass die Bürger hinter ihm stehen.“ Die Spendensammler glauben selbst eher nicht, dass sie die fünfstellige Summe zusammenbekämen. „Aber selbst wenn es hundert Euro werden, wäre es schön“, sagte Müller.

Der Oberbürgermeister hat dem MDR bereits gesagt, dass er die Spenden gar nicht annehmen würde. Wenn Geld gesammelt würde, würde er es seinerseits spenden. Das sei für die Sammler aber völlig in Ordnung, weil es einfach um die Geste gehe, sagte Müller. Der Stadtchef prüft außerdem noch, ob er gegen das Urteil des Amtsgerichts Berufung einlegen will.

Von LVZ

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