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Grimma Grimmas Gymnasiasten radeln nach Prag – und retour
Region Grimma Grimmas Gymnasiasten radeln nach Prag – und retour
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05:00 04.07.2018
Zum 43. Mal saßen in diesem Jahr Gimmaer Gymnasiasten im Sattel für die Tour nach Prag. Die 40 Teilnehmer stellen eine Rekordbeteiligung dar. Quelle: privat
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Grimma

Petrus hat es in diesem Jahr mit Grimmas Prag-Radlern nicht so gut gemeint. Die ersten Tage kamen regnerisch daher, und auch in der Goldenen Stadt öffnete er die Schleusen. Die 40 Teilnehmer – eine Rekordbeteiligung – ließen sich davon aber nicht unterkriegen. Unterm Strich saßen die Pedaleure in sieben Tagesetappen 715 Kilometer im Sattel. Am Sonntag kamen sie geschafft, aber zufrieden wieder in der Muldestadt an.

43. Auflage mit Rekordbeteiligung

Bereits zum 43.Mal hatte das Gymnasium „St. Augustin“ seine Schüler zu dieser anspruchsvollen Radtour aufgerufen. 1976 von Lehrer Volker Beyrich begründet, wird seit 1977 von Grimma aus Jahr für Jahr die tschechische Hauptstadt angesteuert. Seit der Wende ist in der Regel die letzte Woche vor den Sommerferien für das radelnde Abenteuer gebongt.

Kondition für Teilnahme gefragt

Und wer mit will, muss in zwei bis drei Vorbereitungstouren auch seine Kondition unter Beweis stellen. Alles in allem wollten sich dieses Mal 33 Neunt- bis Zwölftklässler und zwei ehemalige Schüler die achttägige Radreise von Sonntag bis Sonntag nicht entgehen lassen. Jens Negwer, Mathe- und Physiklehrer am Gymnasium, ist nicht nur Leiter und Cheforganisator der Tour, sondern auch mitradelnder Betreuer. Dabei wusste er dieses Mal Martin Reichel und Franz Hantschmann an seiner Seite. Das Peloton vervollständigten Mario König und Eric Ströller, die im Begleitfahrzeug die Verpflegung und Ausrüstung mitführten.

Regen beeinträchtigt Programm

Die Etappen reichten von 55 bis 130 Kilometer. Kamenz, Hradek und Doksy waren die Übernachtungsorte auf der Hintour. Nach dem Ruhetag in Prag wurde die Zelte in Litomerice und Wostra (Dresden) aufgeschlagen. Auf ihren Campingplätzen konnten die Gymnasiasten am Abend die knisternde Lagerfeuer-Romantik genießen. Wegen des Regens fiel in Prag allerdings der gemeinsame Ausflug auf den Petrin-Berg und zur Burg buchstäblich ins Wasser. Die Schüler gingen deshalb auf individuelle Streifzüge.

Gemeinschaftsgefühl gestärkt

„Wir sind dieses Mal in zwei Gruppen gefahren“, erzählt Jens Negwer mit Blick auf die Rekordteilnahme. Und bis auf zwei kleinere Auffahrunfälle und vier Reifenpannen ging alles reibungslos vonstatten. Bei der Tour werde nicht nur das Selbstwertgefühl gesteigert, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, weiß der Fachlehrer zu berichten. „Man hilft sich untereinander.“ Und ist durchaus flott unterwegs. Immerhin lag die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den eigenen Rädern bei 20 bis fast 23 km/h – selbst übers Zittauer Gebirge hinweg.

Neue Route

„Wir wählen immer mal eine andere Route, und es gibt auch jedes Jahr Neues zu entdecken“, berichtet Negwer. Dieses Mal zum Beispiel stand bei Königstein direkt an der Elbe ein neuer Radweg zur Verfügung. Froh ist er jedenfalls, die Truppe wieder wohlbehalten an die Mulde gebracht zu haben. Traditionell findet nun noch im neuen Schuljahr ein Abschlusstreffen statt. Und im Januar macht sich Negwer dann an die Organisation der 44. Radtour nach Prag. Teilnehmen können übrigens Schüler ab der achten Klasse.

Von Frank Prenzel

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