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Grimmas Junge Sanitäter sind jetzt bestens versorgt

Oberschule Grimmas Junge Sanitäter sind jetzt bestens versorgt

Die Jungen Sanitäter an der Oberschule Grimma verfügen jetzt über einen Sanitätsdienst-Rucksack. Er ist mit vielen Utensilien ausgestattet, die ihnen im Rahmen ihres Ganztagsangebotes an der Schule bislang nicht zur Verfügung standen. Übergeben wurde der Rucksack vom DRK Muldental, das mit dem Schulsanitätsdienst derzeit an 18 Schulen aktiv ist.

Im Ganztagsangebot können die Jungen Sanitäter der Oberschule Grimma jetzt mit einem Sanitätsdienst-Rucksack arbeiten. Zur Übergabe wurde gezeigt, was alles in ihm steckt.

Quelle: Frank Prenzel

Grimma. „Viele Leute wissen gar nicht, wie man eine stabile Seitenlage macht“, ist sich Justin Kirsten sicher. Der 14-Jährige, der jetzt an der Oberschule Grimma die siebente Klasse besucht, ist da aus anderem Holz. Er beherrscht bei einem Notfall diese erste Hilfe. Und das ist kein Wunder. Justin hat sich vor einem Jahr für das Ganztagstagsangebot (GTA) des DRK-Schulsanitätsdienstes an seiner Schule entschieden und lernt seitdem einmal in der Woche das ABC für Junge Sanitäter. Dazu zählt auch, Verbände anzulegen und die richtige Reaktion in kritischen Situationen. „Ich möchte anderen Menschen helfen“, erklärt der Oberschüler sein Interesse, und er kann sich durchaus vorstellen, einmal als Rettungssanitäter sein Geld zu verdienen.

Das GTA für Junge Sanitäter gibt es seit vorigem Schuljahr an der Grimmaer Oberschule. Die meisten der zehn Schüler wollen weitermachen, weiß GTA-Koordinator Uwe Leuschner. „Sie waren mit Begeisterung dabei.“ So wurde auch ein Fahrradunfall nebst erster Hilfe auf dem Schulhof simuliert und per Video festgehalten. „Ich möchte das Angebot auf Dauer etablieren“, betont Leuschner. Man könne nicht früh genug damit anfangen, damit auch Kinder aktiv helfen können. Leuschner lobt auch die Arbeit von Josephine Schneider, die im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes beim DRK-Kreisverband Muldental die Jungen Sanitäter in Grimma unter ihre Fittiche nahm und das GTA aufbaute. Sie wird im September von der Bundesfreiwilligen Seline Thill abgelöst.

Seit Mittwoch sind die Jungen Sanitäter am Wallgraben besonders gut ausgestattet. Sie erhielten für Ausbildung und Einsatz einen Sanitätsdienst-Rucksack im Wert von 330 Euro. Er enthält viele Rettungsutensilien, die bislang nicht zur Verfügung standen – von Beatmungsmaske bis zur Zahnbox. Mit der vorbildlichen Sanitätsgruppe an der Grimmaer Oberschule in der Hinterhand hatte sich der DRK-Kreisverband bei der Volkswagen AG um den Rucksack beworben und die Ausschreibung gewonnen. Der Konzern unterstützt bundesweit die Arbeit des DRK-Schulsanitätsdienstes, vertreten war er bei der Übergabe von Serviceberater Thomas Trutz der VW-Automobile Leipzig in Grimma.

„Seit sieben Jahren ist das DRK im Muldental mit dem Schulsanitätsdienst unterwegs“, erläuterte Bettina Belkner vom Kreisvorstand. An 18 Schulen, darunter fünf Oberschulen, gebe es dieses Ganztagsangebot. In diesem Jahr kamen die Oberschule Falkenhain und die Grundschule Zschoppach neu hinzu, weitere Entscheidungen stünden noch aus, so Belkner. „Das Angebot steht jeder Schule offen“, wirbt sie. Die Schüler würden lernen, wie sie sich in brenzligen Situationen zu verhalten haben und erste Hilfe leisten können. Kinder, die sich intensiver mit der Rettung beschäftigen möchten, stehen die DRK-Jugendrotkreuzgruppen in Grimma und Wurzen und die Jugendgruppe des Katastrophenschutzzuges offen.

Vielleicht stößt ja zunächst der ein oder andere neue Fünftklässer der Oberschule Grimma zu den Jungen Sanitätern. Vor der Rucksack-Übergabe konnten sie einen Krankentransporter, der im Katastrophenschutz zum Einsatz kommt, unter die Lupe nehmen. Denn das DRK hatte das Fahrzeug nebst Infomobil auf den Schulhof gestellt. René Bitterlich, Kreisbereitschaftsleiter und Koordinator Ehrenamt beim DRK Muldental, erklärte den neugierigen Kindern geduldig, was sich im Notfallrucksack des Fahrzeuges befindet – und führte einige Rettungsutensilien vor. Bei Noah Wetzig etwa legte er ein Gerät zum Messen der Blut-Sauerstoffsättigung und des Pulses an. Wie nicht anders zu erwarten: Die Werte des Zehnjährigen waren in Ordnung.

Von Frank Prenzel

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