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Grimmas Oberbürgermeister: "Müssen Leute an die Hand nehmen"

Grimmas Oberbürgermeister: "Müssen Leute an die Hand nehmen"

74 Anträge auf Fluthilfe aus dem Landkreis - was vor wenigen Tagen in der LVZ zu lesen war, hat Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ins Grübeln gebracht.

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Matthias Berger, Oberbürgermeister Grimma

Quelle: Andreas Röse

Grimma. Dass trotz der vielen Schäden erst so wenige Fördermittel konkret abgerufen wurden, wertete Berger als Signal für Handlungsbedarf. "Wir müssen auf die Menschen zugehen und sie gegebenenfalls auch abholen", lautete seine Folgerung aus der Situation.

Richtig erklären kann sich der Rathauschef die Situation nicht. "Ich weiß auch nicht wirklich, wo das Problem liegt", sagte er der LVZ. Fakt sei aber, dass auch in Grimma vor drei Wochen erst zehn Personen ihre Anträge abgegeben hätten. Inzwischen seien es mehr geworden, in den vergangenen 14 Tagen habe es einen Schritt nach vorn gegeben. Doch in Anbetracht der Katastrophe im Juni sei die Zahl immer noch sehr gering. Berger rätselt, benutzt die Worte Verunsicherung und sogar Lethargie. Er habe von Betroffenen gehört, sie würden auf die Schutzanlage warten oder sie seien zehn Jahre älter geworden. Von solcher Stimmung sei auch in den regelmäßigen Beratungen mit den Wohlfahrtspflegeverbänden die Rede. Das sei kein reines Grimma-Problem, so der Oberbürgermeister, das habe er in zahlreichen Gesprächen erfahren. Es gelte, dringend gegenzusteuern. Deshalb bereite die Stadt eine Informationsveranstaltung mit kompetenter Besetzung vor, die am 14. November im Rathaus stattfinden soll. Und zwar ganztags. Von morgens bis abends sollten zum Beispiel Mitarbeiter der Sächsischen Aufbaubank zur Verfügung stehen, Fragen klären, beim Ausfüllen von Anträgen helfen und so konkrete Lösungen erarbeiten. "Unser Ziel muss es sein, die Leute an die Hand zu nehmen und Lösungen zu finden", so Berger.

Neben der Zahl der Anträge ist der Grimmaer Rathauschef auch mit den Bearbeitungszeiten nicht glücklich. Mit dem Landkreis habe er deshalb bereits gesprochen. Er wolle keine Schuldfrage stellen, der Staat sei zu gründlichen Prüfungen gezwungen. "Doch wir müssen aufpassen, dass nicht nur bürokratisch abgearbeitet wird."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.10.2013
Heinrich Lillie

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