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Grimma Grimmas Rathausgalerie öffnet wieder
Region Grimma Grimmas Rathausgalerie öffnet wieder
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23:59 06.03.2015
Atelier in Serka: Der Künstler Holger Vogt malt gern in Öl. Unter seinen geschickten Händen entsteht ein Stillleben zum Thema Kürbis. Quelle: Thomas Kube

ge stattfinden kann. "Wir setzen mit dem Künstler fort, dessen Ausstellung eigentlich 2013 zwei Monate lang gezeigt werden sollte", sagt Kurator Holger Vogt. In letzter Minute habe der Vorsitzende des Förderkreises, Peter Schäfer, die Werke von Walek Neumann vor der Flut 2013 ins Obergeschoss des historischen Rathauses schaffen können, das im Erdgeschoss die Galerie beherbergt. Der in Böhmen geborene Künstler werde jedoch nicht die gleiche Ausstellung zeigen, sondern neue Werke präsentieren. Dabei handelt es sich vorrangig um Grafiken und Malerei - von der Natur inspiriert.

Der Maler Holger Vogt freut sich auf den Neubeginn. "Viele Kommunen können sich eine eigene Galerie nicht mehr leisten", so Vogt. Die Stadt Grimma würde nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, sondern auch einen kleinen Zuschuss für den laufenden Galeriebetrieb zahlen. "Mit dieser Unterstützung hat sich die Galerie einen einzigartigen Ruf in Sachsen erworben", sagte der in Serka lebende Vogt, der in der Kunstszene von Leipzig und Sachsen gut vernetzt ist. Er betont, dass die Organisation und Durchführung der Ausstellungen ehrenamtlich durch die Mitglieder des Förderkreises erfolgt.

"Solange das Rathaus noch nicht fertig ist, können wir allerdings keine weiteren Künstler für die Galerie binden", erklärt er. Im Rahmen des Reformationsfestes hofft der Kurator, eine Ausstellung mit Lithografien von Werner Tübke - er schuf das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen - präsentieren zu können. Die Witwe Brigitte Tübke-Schellenberger habe 2013 Verständnis gezeigt, dass die Werke nach der Flut nicht gezeigt werden konnten und ihm zugesagt, dass die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könne. "Wir hoffen, dass das zum Reformationsfest vom 28. bis 30. August der Fall sein kann", so Vogt.

Viel Unterstützung bei den Ausstellungen erhält er vom Förderkreis, dem etwa 50 Mitglieder angehören. "Wir sind auch immer daran interessiert, während der Ausstellungen Veranstaltungen durchzuführen. So wollte Walek Neumann zum Beispiel 2013 eine Buchlesung zur Finissage anbieten. Wir hoffen, dass er dies auch in diesem Jahr tut", so Vogt. Auch eine Tanzperformance bereicherte schon die Ausstellung. Diese habe die Kunstlehrerin Mandy Douile mit ihren Schülern des Gymnasiums St. Augustin organisiert.

Er selbst hat 2009 seine letzte Ausstellung in der Rathausgalerie Grimma gezeigt. Ob er selbst in diesem Jahr ausstellen würde, ist noch offen. "Das hängt davon ab, ob wir für unsere sechs Ausstellungen kurzfristig Künstler gewinnen können und ob es vom Förderkreis gewollt ist", sagt er. Ein Blick ins sein Atelier lässt erahnen, dass Vogt in kurzer Zeit eine Ausstellung auf die Beine stellen würde. Der 71-jährige Serkaer hat sein Handwerk in der ehemaligen DDR gelernt. Ende der 60er Jahre wurde er unter anderem von Werner Tübke unterrichtet. Holger Vogt lässt sich bei seinen Werken vor allem vom ländlichen Raum und dessen Natur inspirieren. Im Atelier hängen Stillleben, aber auch Landschaften und Tierbilder. Bekannt sind unter anderem seine Bilder zum Thema Schwein, denen er, so scheint es menschliche Züge, verleiht. Derzeit beschäftigt er sich mit Grafiken. Ideen dafür brachte er erst jüngst aus Rom mit. "Zum 60. Geburtstag bekam meine Frau Jutta diese Reise geschenkt, und wir setzten sie jetzt in die Tat um", sagte er und zeigte dabei auf die ersten Skizzen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2015
Kasel, Beatrice

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