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Grimma Grimmas Sachsenmarkt startet ins zwanzigste Jahr
Region Grimma Grimmas Sachsenmarkt startet ins zwanzigste Jahr
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05:00 26.02.2011
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. Die Genossenschaft Grimmaerleben und Marktmeister Utz Leischnig springen in die Bresche.

Bisher lief der Sachsenmarkt, bei dem Händler sächsischer und regionaler Produkte aus den neuen Bundesländern den Markt ohne Standgebühr nutzen durften, beim Landratsamt unter dem Stichwort Wirtschaftsförderung. Doch dafür ist jetzt kein Geld mehr vorhanden. Am 20. Dezember vorigen Jahres kündigte das Landratsamt den Vertrag mit der Stadtverwaltung Grimma.

Die Entscheidung, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit, war in Borna sozusagen auf höchster Ebene getroffen worden, in der Dienstberatung des Landrates am 30. November 2010. Begründet wird der Ausstieg mit der „angespannten Haushaltslage des Landkreises". Für 2011 bietet die Behörde als Übergangslösung „eine weitere personelle Unterstützung sowie eine noch abzustimmende Kostenbeteiligung" an. Die jährlichen Aufwendungen des Kreises für den Sachsenmarkt beziffert das Landratsamt mit 2500 Euro

Die Stadt suchte daraufhin das Gespräch mit der Genossenschaft, die den Marktplatz generell für Märkte von der Stadtverwaltung gemietet hat. Nun findet der erste Sachsenmarkt wie üblich im März statt und zwar zur gewohnten Zeit am ersten Freitag im Monat, also am 4. März von 8 bis 16 Uhr.

Die Betreiberkonstruktion der Grimmaer Märkte ist etwas kompliziert, hat sich aber bislang offenbar bewährt. Die Genossenschaft als Mieter des Marktplatzes arbeitet mit Marktmeister Utz Leischnig zusammen, der wiederum den Traditions- und Brauchtumspflegeverein hinter sich hat. Dessen Zweck sei es, erläutert Leischnig, Wochen- und Sondermärkte in Grimma und in Wurzen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Weiterentwickeln will Leischnig auch den Grimmaer Sachsenmarkt. Die meisten der angestammten Händler hätten zugesagt, weiterhin nach Grimma zu kommen, auch wenn jetzt anders als bisher eine Standgebühr von rund 25 Euro erhoben wird, wie Leischnig sagt. Beim ersten Markt nächsten Freitag rechnet der Marktmeister mit etwa 40 Händlern. Später dürften es noch mehr werden. Dennoch werde man nur Produkte aus der Region zulassen. Auch Andreas Böhmann, Chef der Genossenschaft, betont, dass der Sachsenmarkt „nicht zu einem weiteren Wochenmarkt" werden solle. Er hoffe, dass noch einige regionale Erzeuger gewonnen werden können. Utz Leischnig jedenfalls hat schon ein paar Ideen, wie die künftigen Sachsenmärkte noch attraktiver gestaltet werden können.

André Neumann

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