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Grimma Grimmas Stadtchef fordert den lange geplanten Anschluss an S-Bahn-Netz
Region Grimma Grimmas Stadtchef fordert den lange geplanten Anschluss an S-Bahn-Netz
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00:18 30.09.2016
Zu selten und bisweilen unpünktlich: Grimma drängt auf eine Einbindung der Bahnlinie Leipzig-Meißen in das S-Bahn-Netz. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) erhöht die Schlagzahl in punkto Anschluss seiner Stadt an das S-Bahn-Netz. In der vergangenen Woche brachte er in diesem Zusammenhang ein Schreiben an Landrat Henry Graichen (CDU) auf den Weg. Darin legt er die jahrzehntelangen erfolglosen Bemühungen der Stadt um einen solchen Anschluss dar.

Trotz „mehrerer wohlwollender Ministerschreiben“ sowie „verschiedener mündlicher Zusagen für die Einrichtung eines S-Bahn-Analogverkehrs für den November 2011 mit dieselbasierenden Fahrzeugen“ sei kein Fortschritt erkennbar. Erneut in den Fokus gerückt sei die Problematik im vergangenen Jahr aufgrund des „deutschlandweit belachten“ auf der falschen Seite gebauten Bahnsteiges. Für Grimmas Oberbürgermeister duldet diese Angelegenheit auch deshalb keinen Aufschub, weil er die Gefahr sieht, dass mit dem allgemeinen Schwund hinsichtlich der Attraktivität der Zuganbindungen und der Bahngebäude die Wahrscheinlichkeit der Realisierung eines solchen S-Bahnanschlusses eher sinken denn steigen wird. Er sei jedoch nicht bereit dies hinzunehmen. Im Landrat sieht Berger deshalb einen Partner, weil jener in dieser Zeitung Mitte August dargelegt hatte, dass die Verkehrsanbindung an das S-Bahn-Netz der Region Leipzig für Mittelzentren und über diese hinausgehend für den ländlichen Raum existenziell sei. Weil Grimmas Stadtoberhaupt die Kommunen Parthenstein, Naunhof und Brandis in der gleichen Situation sieht, bittet er den Landrat darum, sich in eine noch zu gründende Arbeitsgruppe unterstützend einzubringen.

Gibt es beim S-Bahn-Anschluss noch keinen Fortschritt, so konnte Berger in der jüngsten Stadtratssitzung einen solchen immerhin für das Grimmaer Bahnhofsgebäude verkünden. Zwei potenzielle Investoren stünden bereit, von denen einer zeitnah den Vorschlag eines Architekturbüros vorlegen werde, den man im Anschluss daran auch der Öffentlichkeit zugänglich machen wolle.

In diesem Zusammenhang meldete sich Stadtrat Tobias Burdukat (Bürger für Grimma) zu Wort, um seine Unzufriedenheit mit dem neuen Betreiber der Bahnstrecke Leipzig-Meißen, der Mitteldeutschen Regiobahn, zum Ausdruck zu bringen. „Die Bahn fährt sehr unzuverlässig, und es gibt viele unerklärliche Stopps auf der Strecke“, so Burdukat, der anmerkt, dass die Bahn in diesem Zustand kein verlässlicher Partner für Berufspendler sei. Nicht viel besser sehe die Situation in punkto Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit aus seiner Sicht bei der Busverbindung Grimma – Borna aus. Diesbezüglich konnte der Oberbürgermeister wenig Hoffnung verbreiten. „Meiner Kenntnis nach wird die Strecke nicht sonderlich nachgefragt, was künftig eine engere Taktung der Busse eher unwahrscheinlich machen dürfte.“

Von Roger Dietze

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