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Grimma Groß und Klein hilft beim "Dreck-weg-Tag" in Grimma
Region Grimma Groß und Klein hilft beim "Dreck-weg-Tag" in Grimma
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05:00 19.04.2010
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Grimma

Nach ersten Schätzungen der Stadtverwaltung haben sich bis zu 400 Menschen am ausgerufenen „Dreck-weg-Tag“ beteiligt. Darunter alle verfügbaren Amtsleiter und viele Stadträte.

In Anspielung an DDR-Zeiten wird dieser Arbeitseinsatz von Oberbürgermeister Matthias Berger auch Subbotnik genannt, was gelegentlich belächelt wird. Doch das scherte den Rathauschef einen alten Kehricht, denn genau dem wollte er zu Leibe rücken. Und weil Klärchen hilfreich jede Dreckecke ausleuchtete, präsentierte sich auch der Bauhof mit seiner Technik vor dem Rathaus als starke Speerspitze des Subbotniks. Dass sich aber nicht alle besagten 400 Mann um die Fahrzeugflotte scharten, war auch klar. „Die meisten haben sich schon ein Revier gesucht. Außerdem macht es keinen Sinn, alle Beteiligten aus den Ortsteilen erst auf dem Markt aufmarschieren zu lassen. Die organisieren sich selbst ganz prima und wissen, was zu tun ist“, sagte Berger.

Fürwahr bedurfte es keiner zentralen An- oder Einweisung in den Provinzorten. So hatte sich der Sportverein in Großbardau den Sportplatz vorgeknöpft. Der alte Kugelstoßring aus Beton und das Kleinholz der gefällten Pappeln am Spielfeldrand machten dort genug Arbeit, sagte Alexander Bachan. Und neben den tausend kleinen Handgriffen mussten noch die Tore repariert werden, denn das nächste Spiel war für Sonntag angesetzt.

In Beiersdorf hatte der amtierende Ortsvorsteher Holger Kern organisiert, den gesamten Ort durchzukämmen. Vom Modell-Flugplatz beginnend waren bis zur Hohnstädter-, Seelingstädter- und Klingaer Straße mehrere Trupps unterwegs. Und am Dorfgemeinschaftshaus, der „Villa“, des Ortes, in dem auch der Kindergarten „Schmetterling“ sein Domizil hat, legten Erzieher und Eltern gleichermaßen Hand an. „Der Spielsand muss regelmäßig gewechselt werden, was Männersache ist“, sagte Elvira Fröbrich. Ihr persönlich war es an der blau gefärbten Nasenspitze anzusehen, was Frauensache war. Nämlich das Zaunstreichen und zwischendurch auch das Kaffeekochen.

Im Kindergarten „Zwergenland“ in Grimma West wurden ganze Berge versetzt. Dafür schoben die großen und kleinen Helfer große und kleine Schubkarren, um Erde und Sand von A nach B zu transportieren. Schließlich, so Ute Leipnitz, soll unter anderem der Eingangsbereich neu gestaltet werden, wofür Mirko Donner sogar mit einem Minibagger anrückte. Das half auch einen Weg der Sinne zu schaffen. Beim Hohnstädter Sportverein (HSV) putzte Julia Röhling rundherum die Fenster und ließ so durchblicken, dass sogar in diesem Vorzeigeobjekt ei

n Kehraus nötig ist – oder? „Natürlich. Es gibt ja auch gewisse Dinge, die für den Frühjahrsputz bleiben müssen, weil es mit vereinter Kraft besser zu schaffen ist“, sagte Vereinschef Wolfgang Scheuffler. Überdies hatte sich der HSV den Seumepark auf die Agenda geschrieben. Und da habe es ganz schlimm ausgesehen, wusste Dietrich Rau zu berichten. „Nach dem Holzeinschlag dort haben die Kollegen das Areal ein bisschen liederlich verlassen.“

Frank Schmidt

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