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Grimma Großaufträge für Grimmaer Unternehmen
Region Grimma Großaufträge für Grimmaer Unternehmen
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05:00 09.04.2010
Der Stolz des Unternehmens: ESA-Geschäftsführer Jörg Gaitzsch erklärt die Funktion der stabilen Elektroschaltanlagen des Grimmaer Unternehmens. Quelle: Thomas Düll
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Grimma

Die zwei Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro kommen von zwei der bekanntesten und größten Baustellen in ganz Europa. Der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stellt dabei eine Besonderheit dar. Laut Geschäftsführer Jörg Gaitzsch hat ESA damit das finanziell gesehen größte Projekt der Firmengeschichte heranziehen können. Und: „3,5 Millionen ist schon nicht schlecht für einen kleinen Mittelständler“, fügt Gaitzsch hinzu.

Der zweite Auftrag liegt in Österreich. Dort wird derzeit der Brenner-Tunnel gut 50 Kilometer lang durch die Alpen gebohrt. Unter anderem für die Versorgungsschächte werden die sicheren Schaltanlagen des Unternehmens benötigt. Besonders die Differenzstromüberwachung ist dabei gefragt, die Fehler vorbeugend erkennt, bevor es in einem System zur Abschaltung kommt. Dies ist unerlässlich für sensible Bereiche wie Flughäfen, Tunnelanlagen und Krankenhäuser. Erfreulich sei im Rahmen des Brenner-Tunnel-Projektes, dass dieses sehr lange ausgelegt sei, so Gaitzsch. Das Unternehmen hoffe deshalb auf Folgeaufträge.

Beide Projekte sind nun in Planung, teilweise werden sie auch schon realisiert. „Wir müssen kurzfristig für beide Aufträge rund 50 Verteiler liefern“, erklärt der Geschäftsführer der ESA. „Und das zusätzlich zur Grundlast“, also zur bereits laufenden Produktion. Das sei eine „kapazitive Herausforderung“, so Gaitzsch. Derartige Entwicklungen führten aber nicht dazu, dass in der Firma gleich zehn neue Leute eingestellt würden. Das Wachstum sei längerfristig ausgelegt. „Solche Aufträge bedeuten mehr Umsatz pro Jahr und damit wird die Mitarbeiterzahl tendenziell steigen.“ Erst vergangenes Jahr arbeiteten für ESA mehr als 200 Beschäftigte; trotz Krise.

Ein weiterer Schritt für die Entwicklung der Firma ist noch nicht so lange her. Die Ingenieure der Entwicklungsabteilung brachten ein so genanntes Motor Control Center (MCC) auf den Markt. Deren Hauptaufgabe ist es, Motoren in industriellen Prozessen zu steuern und zu schützen. Sie sind in industriellen Anwendungen wie Kraftwerken heutzutage allgegenwärtig. „Es gibt nur wenige Firmen, die MCCs herstellen können“, erklärt Jörg Gaitzsch stolz.

Erst vor ein paar Tagen liefen Verhandlungen mit Eon über das neue Heizkraftwerk Shamrock in Nordrhein-Westfalen. „Es ist ein ganzes Stück harter Arbeit, das Vertrauen eines so großen Unternehmens zu gewinnen und zu zeigen: Wir sind keine kleine Garagenfirma aus dem Osten“, so Gaitzsch. Deswegen seien zuverlässige Hi-Tech-Produkte wie das MCC für die eigene Position auf diesem heiß umkämpften Markt so wichtig. „Dabei ist die besondere Kunst, trotz des Preisdrucks hohe Qualität zu liefern.“ Der Auftrag für Shamrock ist noch nicht vergeben, aber die Mitarbeiter von ESA können optimistisch in die Zukunft schauen.

Thomas Düll

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