Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Großbothen: Belgier Michel Janssen wagt zweiten gastronomischen Start
Region Grimma Großbothen: Belgier Michel Janssen wagt zweiten gastronomischen Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 27.05.2017
Letzte Handgriffe: Michel Janssen nimmt gemeinsam mit Ehefrau Stefanie an Christi Himmelfahrt zum zweiten Mal Anlauf in „Müllers Tanzpalast“. Quelle: Foto: Roger Dietze
Anzeige
Grimma/Grossbothen

In „Müllers Tanzpalast“ hält wieder gastronomisches Leben Einzug! Stefanie und Michel Janssen sind nach einem kurzen Thüringer Gastspiel zurückgekehrt in den Grimmaer Ortsteil, in dem sie am Himmelsfahrtstag zwischen 9 und 18 Uhr einen Neuanfang starten.

Rückblick: Im Oktober 2004 ersteigerte der gebürtige Nord-Belgier das legendäre Gebäude, das in den 20er-Jahren von seinem damaligen Besitzer Max Müller als Top-Ausflugsadresse im Leipziger Umland etabliert worden war, für wenige Tausend Euro. Um sich beim ersten Vorort-Termin am 1. Januar des Folgejahres die Frage zu stellen, was er sich denn da aufgehalst habe… „Von der Existenz der Kegelbahn und dem Saal hatte ich keine Ahnung, andererseits hat mich das Hauptgebäude mit seinem Türmchen gleich in seinen Bann gezogen“, erinnert sich der heute 45-Jährige. Es sei trotz der ungeahnten baulichen Dimensionen „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen. Und so krempelte der gelernte Koch mit Tausendsassa-Qualitäten die Ärmel hoch und machte sich an die Sanierung von Saal und Hauptgebäude.

In diesem ging er 2007 mit einer Gaststätte, in der er unter anderem belgische Spezialitäten anbot, an den Start. Zwei Jahre später lernte er seine heutige Frau kennen, die sich bei ihm um die Stelle einer Kellnerin beworben hatte. Mit ihr brach er jedoch bereits im darauf folgenden Jahr die Zelte in Großbothen ab. „Behördliche Hindernisse bei der Sanierung des Saales und die Wirtschaftskrise waren mit Ausschlag gebend für diesen Entschluss, der Hauptgrund jedoch lag im familiären und gesundheitlichen Bereich“, sagt Michel Janssen, der mit seiner Frau das Muldental in Richtung Thüringen verließ. Bei Sangerhausen mietete das Paar ein Barockschloss an. Wiederum jedoch nur für kurze Zeit, denn bereits Mitte 2013 kehrten sie mit ihrem zwei Jahre zuvor geborenen Söhnchen nach Großbothen zurück. „Einerseits war der Verkauf des Areals nicht zustande gekommen, andererseits hing unser Herz nach wie vor an Großbothen“, begründet Stefanie Janssen die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Für die 31-Jährige stellt das „Heute hier und morgen da“ nach eigenem Bekunden kein Problem dar. „An Michels Seite ist jeder Tag abwechslungsreich“, sagt die gebürtige Lausitzerin. Apropos abwechslungsreich: Dergestalt daherkommen soll laut Michel Janssen auch die Speisekarte im „Café Frituur“ (eine Frituur bezeichnet im flämischen Teil Belgiens eine „Pommes Frites-Bude“). „Belgischen Gulasch wird es ebenso wieder geben wie belgische Waffeln sowie Backwaren aus eigener Produktion“, sagt der gelernte Koch und Patissier. Der Fachmann weiß um die Herstellung von Teigen verschiedenster Art ebenso wie die von Kuchen, Torten, Süß- und Eisspeisen. Produkte, mit deren Produktion man auch in Großbothen eine Familie ernähren kann. „Die Lage an der Bundesstraße ist diesbezüglich natürlich ideal, weshalb wir im nächsten Jahr neben der Kegelbahn auch die alte Scheune abreißen werden, um dort Platz für einen Parkplatz zu schaffen“, kündigt Michel Janssen an.

Die Kundschaft jedenfalls scheint schon in den Startlöchern zu stehen. „Seitdem unsere Internetseite im Februar freigeschaltet worden ist, haben wir über 4300 Zugriffe“, berichtet Stefanie Janssen.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hunderte Betreuungsplätze fehlen derzeit im Landkreis. Grund sind gestiegene Geburtenzahlen und Zuzüge. Der Kreis hat zwölf Kommunen aufgefordert, Kapazitäten zu schaffen.

27.05.2017
Grimma Da macht der Fuchs die Nacht zum Tag - Fuchshain feiert 750 Jahre mit Festwoche

Wenn Dörfer ihre Ortsjubiläen feiern, dann meist an einem Tag oder einem Wochenende. Fuchshain hingegen macht aus seinem 750. Geburtstag eine ganze Festwoche. Und nicht etwa eine, die mehr schlecht als recht mit Veranstaltungen gespickt ist. Vielmehr jagt atemberaubend ein Höhepunkt den nächsten.

26.05.2017

Die Tragödie kam mit Ansage, nun ist auch der fünfte Otterwischer Jungstorch gestorben. Nur noch einer sitzt im Nest. Dafür klappert er aber munter mit dem Schnabel. „Ihm scheint es gut zu gehen“, urteilt Klaus Döge, Vorsitzender der Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz. „Hoffen wir, dass wir den Sechsten durchkriegen. Wenn er überlebt, beringen wir ihn.“

26.05.2017
Anzeige