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Großbothen: Museum zeigt Malerei von Chemie-Nobelpreisträger Ostwald

Großbothen: Museum zeigt Malerei von Chemie-Nobelpreisträger Ostwald

"Viele Besucher kennen Ostwald als Maler", sagte Aline Pfannenschmidt, Mitarbeiterin im Ostwald-Museum. Seine Bilder sollen so der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.

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Neu im Ostwald-Museum: Im Energie-Reich zeigt Museologin Aline Pfannenschmidt Reproduktionen von Bildern des Universalgelehrten.

Quelle: Andreas Röse

Wie in der Ausstellung im Hauses Energie sehr anschaulich zu entdecken ist, war Oswald Chemiker, Philosoph und Maler. "Mit der kleinen Galerie zeigen wir mehr von seinem malerisches Schaffen", sagte Pfannenschmidt. So sei Oswald ein Laienkünstler gewesen, habe sehr realistisch gemalt. "Für keines seiner Bilder soll er mehr als zwei Stunden benötigt haben", so die Recherchen der Museologin. Dennoch hinterlasse er einen große Bestand an Landschaftsbildern und Farbskizzen. "Über 1000 Bilder und Zeichnungen liegen im Archiv", sagte sie.

Obwohl der Maler Ostwald bei der Betrachtung seines Schaffens immer ein wenig zu kurz kommt, ist die Existenz der Bilder bekannt. "Viele Besucher sprechen uns an", sagte Pfannenschmidt. In der ständigen Ausstellung werde jedoch nur ein Original der Pöppelmannbrücke gezeigt. Weitere Originale öffentlich auszuhängen, würde sich verbieten. "Wir müssen den Bestand schützen", erklärte die Expertin. Im Archiv würden die Bilder bei klimatisierten Bedingungen vor Alterung durch Sonneneinstrahlung bewahrt.

Für die aktuelle Schau haben die Museumsmitarbeiter Bilder in vier Bereichen ausgewählt. So sind Muldental-Ansichten, Ostsee-Landschaften, USA-Impressionen und Tierdarstellungen zu sehen. "Ostwald hat das Malen betrieben, um von der wissenschaftlichen Arbeit abzuschalten", erklärte Pfanenschmidt. Ein Reisemalkasten in seinem Nachlass sei ein Indiz, dass er beispielsweise die hohe Stufe vor Stubbenkammer dem Original nachempfunden haben könnte. Dagegen seien Wüstenfuchs, Mandschurenkranich und Eisbär offensichtlich nach Vorlagen gezeichnet. "Die Bilder sollen Besucher nach dem Rundgang durch das Haus animieren, im Energie-Reich zu verweilen", so Pfannenschmidt.

Die Bildergalerie ist eines von vielen Projekten, die das Museum nach der umfangreichen Sanierung ergänzen sollen. Wie die Museologin sagte, sind künftig Postkarten mit Studien von Ostwald wie beispielsweise die Farbenlehre an der Museumskasse erhältlich. Mit einem Stück aus dem Chemietheater, dem geheimen Labor, will sich das Museum in diesem Sommer vor allem Kindern öffnen. Zum 160. Geburtstag im September wird es nicht nur Vorträge über den Universalgelehrten Ostwald geben. Zur Jubiläumsfeier liest Olaf Burmeister, Ensemble-Mitglied im Leipziger Central-Theater, aus "Lebenslinien", der Autobiographie Ostwalds.

Im Steinbruch des Ostwald-Parks, der momentan saniert wird, legen die Museumsmitarbeiter heute am Grab von des Wissenschaftlers Blumen nieder. Er war vor 91 Jahren in Leipzig gestorben. @www.wilhelm-ostwald-park. de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2013

Schöppenthau, Birgit

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