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Grimma Großbothener Straßenbau boomt
Region Grimma Großbothener Straßenbau boomt
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15:32 17.07.2015
Ran ans Netz: Die Baggerschaufel hat einen tiefen Graben ins Erdreich an der Wiesenstraße gezogen. Hier soll ein Abwasserkanal versenkt werden. Im Zuge des Straßenbaus werden die Anlieger ans Netz angeschlossen. Quelle: Frank Schmidt
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Auf den Ausbau der Wiesenstraße mussten die Großbothener lange warten.

„Die Ortschaftsräte haben das seit Jahren eingefordert", sagt Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos). Mit der Zusage für Fördermittel könne die Straße endlich in Angriff genommen werden. Ende des Jahres soll sie wieder für den Verkehr freigegeben werden.

„Die Arbeiten laufen auf Hochtouren", sagt der städtische Tiefbau-Chef Dirk Hamann. Auf einer Länge von rund 600 Metern soll nicht nur der Untergrund für eine tragfähige Schwarzdecke vorbereitet werden. Zuvor kommen Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle in die Erde. „Von Seiten der kommunalen Wasserwerke Versorgungsverband Grimma-Geithain werden 330 Meter Trinkwasserleitung mit zehn Hausanschlüssen und 200 Meter Schmutzwasserleitung erneuert", so der Projektbetreuer im Auftrag der Kommunalen Wasserwerke, Jörg Leupold. Die Modernisierung schlage mit 115 000 Euro zu Buche.

In den grundhaften Ausbau der Straße und die Erneuerung des Belages investiert die Stadt Grimma 370 000 Euro, die zu 89 Prozent über das Leader-Programm gefördert wird, welches die Entwicklung im ländlichen Raum forcieren soll. „Mit der Sanierung der Wiesenstraße in Großbothen, dem grundhaften Ausbau der Colditzer Landstraße (B107) und des Birkenweges in Schaddel sowie der Ortsverbindung Großbothen nach Schaddel erfährt die Ortschaft Großbothen einen regelrechten Straßenbauboom in diesem Jahr", stellt Hamann fest.

Doch nicht nur intakte Straßen sorgen künftig für mehr Verkehrssicherheit in dem nach Grimma eingemeindeten Ort. Seit Beginn des Schuljahres macht eine digitale Anzeigetafel die Autofahrer vor der Grundschule in der Ostwald-Straße auf das Tempolimit in der 30-er Zone aufmerksam. Im Zuge der Vollsperrung der Ortslage hat sich, aktuellen Messungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zufolge, das Verkehrsaufkommen extrem erhöht. Danach passieren 6000 Autos an den Wochentagen und 3000 Autos am Wochenende diese Straße. 75 Prozent aller Fahrer würden dabei die Geschwindigkeit überschreiten. Allen übrigen zeigt die Tafel ein „Danke" an.

Wenn die Straßen in Großbothen wieder befahrbar sind, dann soll der Platz an der Kreuzung zwischen Colditzer Straße und Rotsteg umgestaltet werden. Vorrichtungen für Mai- und Weihnachtsbaum sowie Sitzmöglichkeiten sollen zum Zentrum für die Einwohner werden. „Großbothen soll nicht länger ein reiner Durchfahrts-Ort bleiben", begründet Berger die nochmalige Investition von rund 32 000 Euro.

Birgit Schöppenthau

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