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Grimma Großbothener feiern 725. Geburtstag mit altem Heimatlied
Region Grimma Großbothener feiern 725. Geburtstag mit altem Heimatlied
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16:25 19.07.2016
Romy Weißke und Frank Engelhardt zählen zu den Organisatoren für die bevorstehende 725-Jahrfeier des heutigen Grimmaer Ortsteiles Großbothen. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Grossbothen

Die Großbothener feiern in diesem Jahr ihren 725. Geburtstag. „Fast alle Vereine sind dabei mit im Boot“, freut sich Frank Engelhardt vom Heimatverein. Dann wird auch das Großbothener Heimatlied von Wilhelm Liebold aus Großbothen nach einer Melodie von Otto Neuber aus Niederwürschnitz wieder erklingen. „Es stammt aus dem 19. Jahrhundert“, weiß Beate Bahnert, die die Organisatoren des Festes mit ihren Geschichtskenntnissen unterstützt. „Der ehemalige Landrat Gerhard Gey will es zum Heimatabend melodisch in Szene setzen“, ergänzt Frank Engelhardt vom Heimatverein, der auch die Zügel für das Festprogramm mit Romy Weißke in den Händen hält. Für das große Fest vom 13. bis 21. August steht es nun fest. So beginnt die Festwoche mit dem Schaddelfest. Es startet am 13. August ab 14 Uhr mit einem bunten Sport- und Bastelprogramm. Zu Gast sind an diesem Tag auch Helga Hahnemann (Double) und DJ Oetzi. Am 14. August heißt es dann „Alles muss raus – für einen Euro“.

Am Montag, 15. August, wird ab 19 Uhr der Bildband über Großbothen im Festraum der Pfarrscheune vorgestellt. „Er erscheint anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Heimatvereins mit Unterstützung durch die Sparkassen Stiftung“, sagt Frank Engelhardt.

„Historisch geht es dann am 17. August zu. Am historischen Abend gibt es Geschichten rund um den Kirchturm“, so Romy Weißke, die das Festprogramm nicht nur zusammenstellte, sondern Flyer und Plakate in Auftrag gab. Die Kirche, deren markanter spitzer Turm das heutige Ortsbild prägt, wurde um etwa 1200 außerhalb des damaligen Dorfes gebaut. Dieser Umstand trug maßgeblich zur weiteren Ortsentwicklung mit Pfarrhaus und Schulgebäude bei. Die Kirche gehört heute zu den ältesten Bauwerken des Ortes. Außerdem wird während des historischen Abends auch an bedeutende Persönlichkeiten im Ort erinnert. Dazu zählen unter anderem der Nobelpreisträger für Chemie, Wilhelm Ostwald (1853 bis 1932), der Begründer der Psychologie als eigenständige Disziplin, Wilhelm Wundt (1832 bis 1920) sowie der Landarzt Dr. Pfeiffer. Musikalisch werden den Abend der Posaunenchor der Kirchgemeinde und Spieler der Musikschule Fröhlich gestalten. Zu Schwimm- und Sprungwettkämpfen für Kinder und Familien lädt das Team des Muldentalbades Kleinbothen am Donnerstag, 18. August, ab 16 Uhr ein.

„Für den 19. August ist eine Festsitzung vorgesehen“, zählt Frank Engelhardt vom Vorbereitungskomitee einen weiteren Höhepunkt im Festprogramm auf. „Wir wollen vier verdienstvolle Bürger des Ortes an diesem Abend auszeichnen“, sagt Frank Engelhardt.

Am 20. August geht es weiter mit Sport, Spiel und Kultur. So gibt es unter anderem Fußball, eine historische Modenschau zum Tag der offenen Tür in der Kindertagesstätte und eine Kaninchenausstellung. Ausklingen soll der Abend mit Tanz. Am Sonntag gibt es einen Festgottesdienst „Wo mein Zuhause ist..“, der erstmals gemeinsam von Kirchlicher und Freikirchlicher Gemeinde gestaltet wird. Es folgen ein Frühschoppen und eine Museumsführung im Wilhelm-Ostwald-Park. Außerdem kann während der Festwoche eine Fotoausstellung zur Geschichte von Großbothen, Kleinbothen und Schaddel in den Schaufenstern des Geschäftshauses in Großbothen betrachtet werden.

Nach der Festwoche gibt es noch einen Leckerbissen. Im Sportcasino Großbothen erwartet Interessierte am 26. August ab 19 Uhr eine Filmvorführung zu Strand- und Sportfesten von 1977 bis 1984.

Großbothener Heimatlied

Im Tal, wo man die Mulde schaut mit Feld und Wiesenrand,

grüßt uns ein Dörflein froh und traut: Großbothen ist’s genannt.

Gebetet rings in Bergeshöhn mit Harz und Waldesduft:

Oh Heimatland, wie bist du schön! Kuckuck und Amsel ruft.

Was Wilhelm Ostwald wirkt und schuf, mit Energie erfand,

das brachte ein uns Weltenruf, ward überall bekannt.

Es paart sich Kraft und Energie zu unseres Ortes Ruhm

in der Schamotte Industrie, in unserm Bauerntum.

Fern sind wir nicht dem Weltenlauf, gern kehrt man bei uns ein,

als Reiseziel sucht man uns auf: schön muss es doch hier sein!

Ein wogendes Getreidemeer zum Ernteschnitt bereit,

erfreut das Auge rings umher in sonnegoldnen Kleid.

Reich ruht der Segen der Natur auf unseren Muldenaue’n,

vereint mit Fortschritt und Kultur befriedigt wir sie schau’n.

Wenn einig einst das Vaterland, wenn Ost und West sich eint,

wenn man sich reicht die Bruderhand: die Friedensonn’ uns scheint.

Von Cornelia Braun

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