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Grimma Großbucher beim Teichfest teuflisch gut
Region Grimma Großbucher beim Teichfest teuflisch gut
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05:00 31.05.2011
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. Bei dem mittlerweile legendären Ereignis ziehen zwar zwei Mannschaften an einem Strang, doch findet das Spektakel auf dem mitten im Ort befindlichen Teich statt.

Das Tauziehen auf dem Schmiedeteich sei aus der freundschaftlichen Beziehung zur Partnerwehr in Bayern hervorgegangen, informierte Wehrleiter Andreas Wittig die Festbesucher. „Da wir stets gegen die im Tauziehen geübten Bayern verloren haben, ist uns die Idee zu einem eigenen Tauziehen mitten auf dem Teich gekommen und zwar mit Hilfe zweier schwimmender Flöße." Ebenfalls bestehende Beziehungen zur ostfriesischen Partnerwehr in Hinte dürften beim Entwickeln der wässrigen Variante eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.

Aber auch wenn Feuerwehrleute aus Hinte angereist waren, stellten sie keine Mannschaft. „Wir sind hier gern mit dabei", bemerkte Mareike Bohlen. An Wasser fehle es ihnen in ihrer Heimat sicher nicht, doch so eine Gaudi, wie sie in Großbardau stattfindet, habe sie bei sich zu Hause noch nicht erleben können. Den guten Kontakt zu den Großbardauer Feuerwehrleuten möchte sie nicht missen. „Die Sachsen sind sehr gastfreundlich, wir wurden herzlich aufgenommen", stellte sie fest. Mit einer kleinen Gruppe war auch Carolin Schröder aus dem Bayrischen Lauterbach nach Großbardau gekommen. „Diese Art Tauziehen ist mir neu", stellte sie trocken fest. In ihrer Heimat habe sie so etwas auch noch nicht erlebt.

Doch bevor die Mannschaften mitten auf dem Teich ihre Kraft am Seil messen, ist es Tradition, dass „Moritz der Täufer", wie in großen Lettern auf dem Overall von Lutz Weigelt geschrieben stand, die Wassertemperatur nebst Wassertiefe ermittelt. Dieses Jahr jedoch schipperte er nicht allein mit dem Schlauchboot mitten auf den Teich, zur Verstärkung bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit hatte er sich Mareike aus Ostfriesland und Carolin aus Bayern ins Boot geholt. Den tiefsten Punkt von 9,50 Meter maß Lutz Weigelt mit einem Augenzwinkern noch selber, das Messen der flachsten Stelle mit unter zwei Metern übernahm der weibliche Part. Am kurzen Eintauchen des Zeigefingers, der anschließend zur Zunge geführt wurde, erschmeckte der Täufer gekonnt die aktuelle Wassertemperatur, welche weit über 20 Grad gelegen haben soll, wie er lautstark verkündete.

Sieben Mannschaften stellten sich der Herausforderung, wobei die „Kleinbardauer Parthenscheisser", die „Großbucher Teufel" oder die „Tiefflieger Grethen"schon mal mit originellen Namen aufwarteten. Gewonnen haben das Spektakel schließlich die Großbucher, und zwar zum zweiten Mal in Folge.

Das Fest auf dem Schmiedeteich bildet den alljährlichen Höhepunkt bei der freiwilligen Feuerwehr. Unterstützt wurden die Kameraden wieder durch viele fleißige Helfer, darunter dem Kindergarten, welcher mit Bastelspaß zur Unterhaltung der Kinder beitrug. „Das Fest haben wir zugleich für einen Tag der offenen Tür genutzt, bei dem sich die Besucher selber ein Bild von unserer Wehr mit ihrer modernen Technik machen konnten", betonte Wehrleiter Andreas Wittig.

René Beuckert

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