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Grimma Großküche Mutzschen:Sportverein jetzt mit im Boot
Region Grimma Großküche Mutzschen:Sportverein jetzt mit im Boot
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00:21 09.10.2017
Die Mutzscher möchten, dass wieder Leben in die Großküche einzieht. Quelle: Frank Prenzel
Grimma/Mutzschen

In die Bemühungen, die Großküche in Mutzschen als Veranstaltungsstätte wieder wach zu küssen, kommt weiter Bewegung. Der SV Einheit Mutzschen werde sich vor den Karren spannen, sagte auf LVZ-Nachfrage Ortsvorsteher Carsten Graf. Bei einer Besprechung von Vereinsvorstand und Ortschaftsräten wurden dafür die Weichen gestellt.

Wie berichtet, ist die Großküche aus Brandschutz-Gründen seit 2014 verwaist. In Mutzschen wuchs zuletzt das Unverständnis, dass sie im Tiefschlaf liegt und Grimma als Eigentümer für Investitionen in den Brandschutz kein Geld übrig hat. Engagierte Leute der einstigen Kleinstadt wollen aber nicht tatenlos zusehen und selbst die Initiative ergreifen. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger sicherte seine Unterstützung zu.

Zunächst stand die Idee im Raum, in Mutzschen einen Verein zu gründen, der die Großküche als Eigentum erhält und dann über das Leader-Programm Fördermittel akquiriert. Allerdings ist die Großküche mit dem Feuerwehrdomizil verknüpft, auf dem Dach liefert eine Photovoltaikanlage Strom. Wegen dieser komplizierten Verhältnisse vor Ort favorisiert Berger eine langfristige Verpachtung an den Verein. Auch als Pächter erhalte der Fördergeld, hat er recherchieren lassen. Eine Eigentumsübertragung hingegen sei ein langwieriger Weg und koste Geld.

Mit diesem Angebot in der Hand wurde in Mutzschen weiter nach gangbaren Wegen gesucht. Einen separaten Verein zu gründen, ist dabei laut Ortsvorsteher Graf vorerst vom Tisch. Würden die Pläne nicht aufgehen, müsste der vielleicht nach einem halben Jahr wieder abgemeldet werden, nennt er den Grund. Vielmehr wird laut Graf der engagierte Sportverein bei der Ausarbeitung des Pachtvertrages federführend agieren und der Ansprechpartner für die Stadtverwaltung sein. „Momentan gibt es aus unserer Sicht noch viele offene Fragen“, so der Ortsvorsteher. „Die Konditionen müssen auf den Tisch“, er hoffe, dass beide Seiten zueinander finden.

Einen bestehenden Verein einzubinden, sei momentan der beste Ansatz, erklärt Graf. Laufe alles „nach unseren Vorstellungen“ könne später immer noch ein separater Trägerverein gegründet werden. Der SV Einheit, in dem Graf selbst Mitglied ist, hat die Großküche oft für eigene Veranstaltungen genutzt. Legendär ist zum Beispiel der Sportlerball.

Von Frank Prenzel

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