Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Großsteinberg: Bahnhof offenbar ein Spekulationsobjekt
Region Grimma Großsteinberg: Bahnhof offenbar ein Spekulationsobjekt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 30.10.2012
Ungewisse Zukunft: Das Großsteinberger Bahnhofsgebäude wurde von einer Person aus dem Fürstentum Lichtenstein ersteigert. Wahrscheinlich, so vermutet Bürgermeister Kretschel, geschah dies aus Spekulationsgründen. Quelle: Roger Dietze
Anzeige

Laut Bürgermeister Jürgen Kretschel handelt es sich um jemanden mit einem Lichtensteiner Pass.

„Was dieser beziehungsweise seine Firma mit dem Bahnhof vorhat, liegt noch völlig im Dunkeln. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass das Gebäude aus Spekulationsgründen ersteigert wurde, obgleich der Investitionsrückstau erheblich ist", sagt er.

Nicht nur wegen des Bauzustands habe sich die Kommune nicht an der Versteigerung beteiligt. Kretschel: „Es gibt seitens der Gemeinde auch kein Nutzungskonzept, das Aussicht auf Erfolg gehabt hätte." Sprich Großsteinberg liege zu nahe an Naunhof, als dass die Ansiedlung von Dienstleistern respektive Verkaufseinrichtungen von Erfolg gekrönt sein würde.

„Das Kundenverhalten regelt den Markt", fasst es das Gemeindeoberhaupt zusammen. „Weil die Investitionsbereitschaft von entsprechenden Investoren nur gering ausgeprägt ist, hätte ein kommunales Konzept für den Bahnhof keinen Sinn gemacht."

Derweil würden allerdings Gerüchte im Ort die Runde machen, denen zufolge ein Bäcker und ein Friseur in das Gebäude einziehen sollten. Ein Gerücht, das auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung zumindest von der mit einer Filiale in Großsteinberg vertretenen Bäckerei Vetter aus Sermuth nicht bestätigt wurde.

Frank Pfeifer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpuDjfLi20121026151324.jpg]

Muldental. Der sächsische Lutherweg nimmt allmählich Gestalt an. 500 Kilometer soll er lang sein, als Rundwanderweg konzipiert.

27.10.2012

„Dieser Gedenkstein wurde vor fast 90 Jahren aufgestellt und hat die Kommunisten-Zeit überdauert. Er muss Bestandsschutz haben!" Ein erboster Einwohner machte mit diesen Worten seinem Ärger zu Beginn der jüngsten Lindhardter Ortschaftsratssitzung Luft.

25.10.2012

Haarig ging es zu, als die Stadträte auf ihrer jüngsten Sitzung über die Gründe für die Absage der Bürgermeisterwahl diskutierten. Unter anderem war die Rede davon, das Landratsamt würde nach seiner Entscheidung, die Abstimmung zu unterbinden, nunmehr zurückrudern.

24.10.2012
Anzeige