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Grimma Grünen-Appell in Grimma: Müll nicht wild abladen
Region Grimma Grünen-Appell in Grimma: Müll nicht wild abladen
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15:14 10.01.2019
Grimmas Bündnisgrüne Frank Sadlowski (r.) und Jochen Schickert. Quelle: Roger Dietze
Grimma

In den Streit um die Altstadt-Befragung mischen sich jetzt auch die Bündnisgrünen aus Grimma ein. Frank Sadlowski und Jochen Schickert sehen in der aufgeworfenen Diskussion „einen wichtigen Beitrag für die positive Veränderung im Bewusstsein Grimmaer Bürger gegenüber ihrem Umfeld“. Befremdlich sei allerdings die Art und Weise, wie einige Stadträte immer wieder auf Kritik reagieren.

Wie berichtet, hatte die Initiative „Wir in Grimma“ die Befragung ausgelöst, bei der die Umfrage-Teilnehmer der Ordnung und Sauberkeit in der Innenstadt schlechte Noten gaben. Das hatte heftige Reaktionen von Stadträten der drei Wählervereinigungen ausgelöst.

Immer wieder wird Müll auf dem Holzplatz bei Ebersbach "entsorgt". Quelle: privat

Illegale Müllentsorgung in und um Grimma

„Wenn auch die Ergebnisse der Umfrage in keiner Weise repräsentativ sind und bestenfalls das Meinungsbild eines kleinen Teiles der Bevölkerung widerspiegeln, sind sie doch nicht ohne Gewicht“, erklären die beiden Bündnisgrünen. Wer durch Grimma und seine Ortsteile fahre, radle oder wandere, werde einer „stellenweisen Verwahrlosung durch illegale Müllentsorgung in der Landschaft gewahr“.

Müll finde sich an Straßenrändern, Waldeinfahrten, Rad- und Wanderwegen, Parkbuchten und städtischen Plätzen. Sadlowski und Schickert nennen als Beispiele die Muldenwiesen, den Muldentalradweg, die Parkbucht vor Bahren, die Hartgrund-Wendeschleife und den Wanderweg zur Hängebrücke.

Auch in Trebsen gibt es Müllsünder: An der Fischtreppe Neichen wurde ein altes Sofa in die Mulde geworfen. Quelle: Frank Schmidt

Ein Appell sollte an die Verursacher der Stadt- und Landschaftsvermüllung gerichtet werden, heißt es weiter in der Erklärung. „Es muss selbstverständlich sein, Müll nicht wild abzuladen und sich nicht an der wilden und für Umwelt und Fauna gefährlichen Entsorgung zu beteiligen, sondern gezielt die vorhandenen und unkomplizierten Entsorgungsmöglichkeiten der Kommunalen Müllentsorger zu nutzen.“ Umso kurioser mute es an, dass mühsam im Auto transportierte Sofas und Polster den Weg an Parkbuchten, nicht aber in den Entsorgungshof finden.

Andernorts gebe es Mülldetektive, die Sündern auf die Spur kommen

In der Konsequenz müssten sonst womöglich teure „Mülldetektive“ solche Verstöße mit rechtlichen Konsequenzen ahnden, schreiben Sadlowski und Schickert. Andere Kommunen im Bundesgebiet hätten hier schon jahrelange Erfahrung.

Heinrich Eickers, stellvertretender Vorsitzender vom Heimatverein Seelingstädt, ärgert sich über diese illegalen Müllablagerungen unweit vom Stabsteich bei Seelingstädt. Anzeigen beim Ordnungsamt der Stadt und beim Landratsamt haben bisher keine Veränderungen gebracht. Quelle: Thomas Kube

Den Subbotnik halten die Bündnisgrünen für eine gute Möglichkeit, ein Zeichen gegen die zunehmende Müllverwahrlosung zu setzen und rufen alle Bürger auf, sich am 30. März zu beteiligen. Lob zollen beide auch dem Bauhof. Den Mitarbeitern sei zum Beispiel zu danken, wie schnell sie die aufgeweichten Überbleibsel der Silvester-Feuerwerke weggeräumt haben, die etwa am Schwanenteich in großen Mengen abgefeuert und dann achtlos liegen gelassen wurden.

Von LVZ

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