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Grimma Grünes Licht für neues Gerätehaus in Threna
Region Grimma Grünes Licht für neues Gerätehaus in Threna
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14:41 19.05.2015
Genehmigung: Die alte Schule (links) kann zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut werden. Der Eigentümer des rechten Hauses wollte das verhindern. Quelle: Frank Pfeifer

Wie es aussieht, kann seine Truppe noch dieses Jahr ihr altes, viel zu kleines Domizil verlassen.

Bis Mitte Dezember vergangenen Jahres schien es keine Probleme zu geben beim Vorhaben, die ehemalige Schule zum Feuerwehr-Depot umzubauen. Dann verweigerte ein Nachbar seine Zustimmung. Da die Entfernung der alten Schule zu seinem Grundstück nicht dem heute geforderten Mindestabstand entspricht, musste er nach jetzigem Recht gefragt werden. Dabei spielte es keine Rolle, dass beide Gebäude schon seit über 100 Jahren existieren und die Außenhülle der Schule nicht so verändert wird, dass sich der Abstand zum Nachbarn verkleinert.

Als die Gemeinde nicht weiterkam, nutzte sie einen Paragrafen der sächsischen Bauordnung, der es erlaubt, die Angelegenheit dem Landratsamt zur Entscheidung zu übergeben. Und die Behörde entschied - zugunsten von Gemeinde und Feuerwehr.

Aus dem Schreiben geht hervor, dass der Nachbar, der bisher der LVZ keine Auskunft zu seinen Ansichten gab, argumentiert hat, durch die Umnutzung des ehemals prächtigen Herrenhauses werde die Denkmalsituation in diesem Bereich beschädigt. Außerdem habe die Bauaufsichtsbehörde die Verletzung des Mindestabstands seit mehr als 20 Jahren geduldet.

Beidem widersprach das Landratsamt. Zum einen handle es sich nicht um ein ehemaliges Herrenhaus, und überhaupt spiele es im Abstandsflächenrecht keine Rolle, ob ein Gebäude unter Denkmalschutz steht oder nicht. Zum zweiten bestehe der Abstand zwischen beiden Häusern schon weit länger als 20 Jahre, was der Nachbar, der dort hin gezogen ist, so geduldet habe. Grundsätzlich kam die Behörde zu der Auffassung, der Nachbar werde in seinen Belangen nicht beeinträchtigt.

Einige Auflagen machte das Bornaer Bauordnungsamt der Gemeinde dennoch. Sie soll zum Beispiel mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen, wie die Außenanlagen zu gestalten sind und welchen Anstrich das Zufahrtstor erhalten soll. Für Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) Marginalien. "Ich hatte ein weißes Tor mit großem Feuerwehr-Emblem vorgeschlagen. Wenn es anders aussehen soll, sterbe ich nicht an Herzdrücken", sagt er.

Am 24. Februar sollen zur Gemeinderatssitzung die Teilentkernung und das Anlegen der Zufahrt vergeben werden. "Ich hoffe, dass der Bau Anfang März beginnt", erklärt Hagenow und betont wiederholt: "An den Räumlichkeiten der Kirchgemeinde in der Alten Schule wird nichts verändert."

Laut Feuerwehrchef Kupke hat der Anwalt des Nachbarn angekündigt, eventuell gegen den Baubescheid vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. "Dem sehe ich gelassen entgegen", sagt er. Nochmals möchte er beruhigen: "Der Nachbar hat doch von uns nichts zu befürchten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.02.2014
Pfeifer, Frank

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