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Grundschule in Grimma-Süd: Sanierung mit offenem Ende

Grundschule in Grimma-Süd: Sanierung mit offenem Ende


Grimma. Die Grundschule „Wilhelm Ostwald" in Grimma-Süd wird derzeit energetisch saniert. Nach den Ferien sollen die beiden oberen der vier Etagen des Plattenbau-Schulhauses von 1987 für den Unterricht zur Verfügung stehen.

.Der Platz wird für den Unterricht reichen, allerdings muss der Hort zumindest teilweise Klassenzimmer nutzen.

Gerade werden die letzten der neuen Fenster am gesamten Gebäude eingebaut, alle aus Aluminium und dreifach verglast. Das neue Dach ist fertig. Das Dämm-Material für die Fassade liegt bereit, kann aber noch nicht angebaut werden, weil aus einem Mauersegler-Nest in einer Fuge zwischen den Wandplatten die Jungen noch nicht ausgeflogen sind. „Ich habe die Freigabe der Umweltbehörde noch nicht", sagt Hochbauamtsleiterin Ute Hoppe. In den vergangenen Wochen hatten auch brütende Sperlinge die Arbeiten behindert. Um die Auflagen der Umweltbehörde des Landratsamtes zu erfüllen, hat die Stadt für den Bau extra einen Umweltsachverständigen engagiert. Bis zum Schuljahresbeginn, sagt Amtsleiterin Hoppe, soll die Dämmung aber dran sein.

Bis dahin sollen auch die Arbeiten in den beiden oberen Etagen abgeschlossen sein. Das heißt, dann gibt es hier neue Toiletten und Waschräume, Heizkörper sind angeschlossen, Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen verlegt und teilweise verblendet, Fensterbänke sind angebaut. Mehr passiert nicht, auch nicht in den übrigen Etagen, die erst nach den Ferien ausgebaut werden. Aufgeschlitzte und wieder verputzte Leitungskanäle bleiben ohne Farbe und Tapete, Verwerfungen zwischen Deckenplatten bleiben sichtbar, in den Gängen sogar die Leitungen an den Decken. Ute Hoppe möchte nur indirekt bestätigen, dass nach dem jetzigen Bau der Eindruck einer unfertigen Baustelle bestehen bleiben könnte. Sie legt Wert auf die Feststellung: „Bautechnisch, brandschutztechnisch und in Fragen der Sicherheit wird das Gebäude in Ordnung sein."

Schulamtsleiterin Jana Kutscher spricht von einem „Kompromiss, mit dem wir leben müssen". Schuld daran, ist die Tatsache, dass die Stadt eine komplette Schulsanierung nicht aus eigener Kraft stemmen kann und auf Fördermittel angewiesen ist. Die kommen aus unterschiedlichen Programmen. Eins fördert ausschließlich die energetische Sanierung, die gerade läuft. Sie kostet rund 1,2 Millionen Euro, gut 800 000 Euro sind Fördermittel. Wände, Decken, Fußböden, Türen, Treppen und so weiter gehören nicht dazu. Eigentlich nicht einmal die Fließen in den Toiletten.

Damit wenigstens die richtig fertig werden, greift die Stadt auf eigene Rechnung der noch ausstehenden Innensanierung vor. Die würde alles in allem rund 1,4 Millionen Euro kosten und könnte über den Schulhausbau gefördert werden. Der Förderantrag sei gestellt, erklärt Ute Hoppe, aber bisher nicht genehmigt. Es gebe auch keine Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn. Deswegen gibt die Stadt jetzt für die Sanitärbereiche 315 000 Euro aus, für die es nachträglich keine Fördermittel geben wird. Voraussichtlich bis November werden die jetzigen Bauarbeiten andauern. Einen Zeitplan für die Innensanierung gibt es noch nicht. Ute Hoppe wertet es als positives Zeichen, dass der Förderantrag bisher nicht abgelehnt wurde.

André Neumann

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