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Grimma Gymnasiasten auf Spuren von Anne Frank
Region Grimma Gymnasiasten auf Spuren von Anne Frank
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22:00 27.08.2010
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. Auch Schüler und Lehrer des Gymnasiums Brandis ist das Ausstellungsprojekt Anlass, sich dem Thema gemeinsam auf vielfältige Weise zu nähern. LVZ sprach dazu mit dem Schulsozialpädagogen Matthias Röthig.

Frage: Fast drei Wochen lang werden sich ab Dienstag Schülerinnen und Schüler der 8. bis 12. Klassen auf die Spuren von Anne Frank und deren Gedanken begeben. Zur Anne-Frank-Ausstellung in Grimma haben sie ein fast dreiwöchiges Schulprojekt initiiert. Wie ist das entstanden?

Matthias Röthig: Wir nutzen die vielseitigen Angebote, die das Rahmenprogramm zur Anne-Frank-Ausstellung in Grimma bietet. Ich habe es schon im Vorfeld des Ausstellungsprojektes durchforstet, um viele Angebote für unsere Schule auszuwählen. So stehen in unserem Programm neben Ausstellungsbesuchen beispielsweise auch Zeitzeugengespräche mit dem Ehepaar Mirjam und Josef Zuberi sowie mit Ron Gilo aus Israel. Die Jüdin Mirjam Zuberie wurde 1930 in Grimma geboren. Ihre Familie wohnte dort bis 1936 und wanderte dann aufgrund zunehmender Repressalien aus. Mit ihrem Ehemann Josef wird Mirjam Zuberie über die Geschichte und das Schicksal ihrer Familie berichten. Die Zeit der Anne Frank wird so unseren Schülern hautnah kommen. Ron Gilo wurde 1957 in Israel geboren. Seine Großeltern wurden von den Nazis erschossen. Gilo steht mit seiner Lebensgeschichte für den Neuanfang im Staat Israel. In der persönlichen Begegnung mit diesen Menschen kann Geschichte für Schüler besser als sonst erlebbar und nachvollziehbar werden.

Weiterhin nutzen wir die Angebote, die das Begleitprogramm zur Ausstellung unter anderem mit einem Medienprojekt in der Denkmalschmiede bietet. Dort können die Schüler das, was sie in der Ausstellung, bei Begegnungen oder Gesprächen zur Ausstellung besonders bewegt hat, gemeinsam reflektieren. Es werden dazu unter anderem Features und andere Hörbeiträge entstehen. Schließlich wird auch der Verein „Liedertour" am 16. September in Brandis Station machen mit einem Film- Musik- und Leseprojekt.

Frage: Wie wird es möglich, dass sie in kanpp drei Wochen so ein anspruchsvolles Programm mit den Schülerinnen und Schülern bewältigen?

Matthias Röthig:Die Angebote des Rahmenprogrammes und die guten Kontakte zur Projektleitung des Anne-Frank-Projektes erleichtern natürlich so ein Vorhaben an der Schule. Das Rahmenprogramm bietet für den Lehrplan der Schule und für aktuelle Diskussionsthemen viele Anknüpfungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass ich bei der Konzeption des entsprechenden Schulprogrammes bei den Lehrern des Fachbereiches Deutsch, aber auch Geschichte besondere Unterstützung gefunden habe. Das Tagebuch der Anne Frank ist ja Teil des Lehrplanes. „Anne Frank – eine Geschichte für heute" gibt uns die Möglichkeit, junge Menschen stärker als sonst für das Thema zu sensibilisieren und es nicht nur als Unterrichtsstoff, sondern als Lebensstoff zu begreifen.

Frage: Was wünschen Sie sich als Ergebnis des Programms, das Sie gemeinsam mit Lehrern bündeln?

Matthias Röthig: Natürlich gute Einsichten. Und ich wünsche mir, dass es gelingt, neugierig zu machen auf ein wichtiges Thema. Ich wünsche mir, dass die Beschäftigung mit dem Thema für Schülerinnen und Schüler nicht abgeschlossen sein wird, wenn das Ausstellungsprojekt zu Ende ist.

Andreas Läbe

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