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Grimma Gymnasiasten schreiben Geschichte der Spitzenfabrik in Grimma auf
Region Grimma Gymnasiasten schreiben Geschichte der Spitzenfabrik in Grimma auf
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00:19 13.08.2017
Eine von ingesamt sechs Tafeln erzählt die Geschichte der Alten Spitzenfabrik in Grimma. Ein Team aus dem Gymnasium St. Augustin unter Leitung von Constanze Röder beschäftigte sich mit dem Projekt. Quelle: Foto: Thomas Kube
Grimma

Wer wusste schon, dass von 1956 bis 1989 die Spitzenfabrik in Grimma zum VEB Plauener Spitze Werk Leipzig gehörte und 1906 Baubeginn der Spitzenfabrik war. Diese Informationen finden Interessierte ab dem morgigen Sonnabend 14 Uhr auf dem Mulderadweg an der alten Spitzenfabrik in Grimma. Dann werden sechs Tafeln von der Geschichte des Industriebaudenkmals erzählen. Die Eröffnungsfeier beginnt um 14 Uhr am Dornaer Weg 4. Neben Musik wird die ehemalige Improvisationstruppe des Gymnasiums St. Augustins mit Rüs-Rache aufwarten.

Für die Geschichtstafeln sorgte ein Team aus dem Gymnasium St. Augustin unter Leitung von Constanze Röder (18). „Wir haben in der Lvz nach Zeitzeugen gesucht, Plakate aufgehangen und nach Personen gefragt, die noch Material über die Spitzenfabrik haben“, erklärt Constanze Röder den Beginn des Projektes, dass der Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit ins Leben gerufen hat, der die Alte Spitzenfabrik für Veranstaltungen nutzt und ein Dorf der Jugend geschaffen hat. Felix Wenzel (20) gehört zum Förderverein Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit und unterstützte die Gymnasiasten bei ihrer Arbeit. „Wir waren froh, dass wir das Projekt am Gymnasium vorstellen konnten und die Jugendlichen Feuer fingen“, sagt er. Kooperationspartner war die Sächsische Jugendstiftung, die das Jugendprogramm Spurensuche auflegte. Spannend sollen die Recherchen besonders zu den Arbeitsbedingungen gewesen sein. „Wir konnten einen Zeitstrahl ohne Lücken aufstellen“, erzählt Hanna Siebert (16). So entdeckten sie, dass die Spitzenfabrik einst Birkigt & Co., G.m.b. H. hieß und mit 26 Arbeitern die Arbeit aufnahm. „Zu Spitzenzeiten waren 60 Menschen in drei Schichten hier tätig“, erklärte Kim Linke (16), die mit einigen Zeitzeugen in Vorbereitung auf die Ausstellung Interviews führte. Interessant für sie sei auch gewesen, dass von 1944 bis 1945 eine Teilnutzung für die Rüstungsproduktion der Leipziger HASAG erfolgte. Beim Anfertigen der Tafeln half die Leipziger Agentur „Zeitläufer“.

Zur Eröffnungsfeier am Sonnabend sind auch die Zeitzeugen eingeladen. Es werden Produkte ausgestellt, die bis zur Schließung der Spitzenfabrik im Jahr 1991 hergestellt worden sind. „Wir freuen uns schon über die Gespräche mit den Zeitzeugen und Interessenten. Das Café am Radweg wird dazu auch geöffnet haben“, wirbt Constanze Röder.

Von Cornelia Braun

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