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Gymnasiumserweiterung - jetzt geht alles ganz fix

Gymnasiumserweiterung - jetzt geht alles ganz fix

Eingelöst hat Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) die Zusage, von seiner Verwaltung zügig einen Erbbaurechtsvertrag für die Erweiterung des Freien Gymnasiums Naunhof aufsetzen zu lassen.

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Das erste und bislang einzige Gebäude des Freien Gymnasiums. Es platzt aus allen Nähten, weshalb dringend ein zweites und später vielleicht sogar ein drittes Haus gebaut werden muss.

Quelle: Andreas Döring

Naunhof. Am Donnerstagabend beschloss der Stadtrat einstimmig das Papier, das laut Zocher vorher mit dem Träger der Bildungsstätte, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, abgestimmt worden war. Genauso einvernehmlich billigte das Parlament den Bebauungsplan für das Gebiet an der Parthe.

Nach dem jetzigen Wunsch werden das zweite und eventuell nötig werdende dritte Gebäude des Gymnasiums rechts vom Feuerwehrgerätehaus errichtet. Dort gibt es einen freien Korridor in Richtung Parthe, weiter nach rechts soll sich entlang der Wiesenstraße ein neues Wohngebiet anschließen.

Die Floriansjünger erhalten hinter ihrem Depot den ihnen schon lange zugesicherten Übungsplatz, den sie laut Bauamtsleiter Thomas Hertel zum Teil pflastern dürfen und auf dem kleinere einstöckige Gebäude wie zum Beispiel Garagen errichtet werden können. "Mit der jetzigen Lösung ist die Feuerwehr vollauf zufrieden", versicherte Dieter Schenk von der Bürgerinitiative Naunhof (BiN). Hinter der Übungsfläche erhält der Campus Land, auf dem er einen Verbindungsweg zwischen seinen Neubauten und dem ersten Haus des Gymnasiums anlegen kann.

"Ich stimme dem Bebauungsplan zu, bedaure aber die Lage des zweiten Bauabschnitts", erklärte Heike Barthel (BiN). So sei es nicht mehr möglich, Alt- und Neubau mit einem gemeinsamen Fahrstuhl auszurüsten. Es müssten also zwei Lifte bebaut werden. "Ich will auf alle Fälle, dass alle Gebäude des Gymnasiums barrierefrei werden", sagte die Rollstuhlfahrerin.

Nach den Worten Hertels soll der Bebauungsplan nun im Rathaus ausgelegt werden. Außerdem würden die Träger öffentlicher Belange, also Behörden, Institutionen, Vereine und Verbände, angehört, ob sie ihm zustimmen können. Wenn alles gut geht und keine größeren Einwände vorgebracht werden, ließe sich ein Abwägungsbeschluss schon vor der Sommerpause verwirklichen. Dann könnte der Bau beginnen.

Allerdings, so Bürgermeister Zocher, hat der Da-Vinci-Campus soeben die Nachricht erhalten, dass die Sächsische Aufbaubank eine Förderung für die Errichtung des zweiten Schulhauses abgelehnt hat. "Für dieses Jahr besteht keine Möglichkeit mehr, Geld zu bekommen", erklärte er. Wie der Träger der Einrichtung damit umgeht, bleibt abzuwarten.

Auch einige andere Wünsche, die der Campus hegte, blieben unerfüllt. So wollte er unter anderem, dass der Erbbauzins, den die Stadt für die Eweiterungsfläche des Gymnasiums erhebt, von sieben auf fünf Prozent abgesenkt wird. "Mit sieben Prozent kommen wir dem Träger schon entgegen. Der Vertrag läuft über 66 Jahre, und wir haben keine Gleitklausel drin", erläuterte Zocher. Wenn also der Bodenpreis steigt, wovon auszugehen sei, würde trotzdem nicht mehr Geld vom Pächter verlangt.

Ließe sich die Stadt auf einen geringeren Zins ein, spare der Campus 2000 bis 3000 Euro pro Jahr, meinte Hermann Kinne (CDU). Darüber müsse nicht geredet werden. "Wenn wir bei unserem Zins bleiben, kommt dann trotzdem die Kuh vom Eis?", fragte Uwe Kulisch von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) nach. "Eindeutiges Ja", antwortete Zocher kurz und klar. Ziel sei es, den Vertrag in der kommenden Woche beim Notar zu unterzeichnen.

Um das Freie Gymnasium wird schon lange gestritten. Verträge, die zwischen Träger und Stadt abgeschlossen worden waren, mussten unter Amtsverweser Karsten Rottstädt (FDP) und noch umfangreicher unter Bürgermeister Zocher abgeändert werden. Lange Zeit herrschte Schweigen zwischen Rathaus und Campus. Erst der Abgeordnete Gerold Meyer (CDU) brachte durch seine Verhandlungen Ende vergangenen Jahres Bewegung in die Sache. Seitdem ließen sich viele Probleme klären.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2015
Frank Pfeifer

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