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Händlermix und Glühweinpreise lassen noch zu wünschen übrig

Grimmaer Weihnachtsmarkt Händlermix und Glühweinpreise lassen noch zu wünschen übrig

Noch bis Sonntag ist der Weihnachtsmarkt in Grimma zu erleben. In diesem Jahr organisierte ihn zum ersten Mal die Stadt. Die LVZ hörte sich einmal um, wie er ankommt.

Kathrin Oertel liest täglich aus dem Märchenbuch, was dank Lautsprecher auf dem gesamten Weihnachtsmarkt zu hören ist.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Der Weihnachtsmarkt in der Grimmaer Altstadt befindet sich auf der Zielgeraden. Noch bis Sonntag sind die Buden vor dem historischen Rathaus geöffnet und schließen erst nach dem traditionellen Rathausblasen mit dem Jugendblasorchester Grimma sowie einer sich anschließenden zünftigen Glühweinparty.

Apropos: „Der Glühwein schmeckt und die Roster auch“, sagte Walter Alheit. „Was will man da mehr für eine Kleinstadt“, zeigte sich der Einheimische mit dem Weihnachtsmarkt ganz zufrieden. „So klein, wie der Weihnachtsmarkt ist, gefällt er mir“, sagte Katja Backhof aus Leipzig, die ihren Sohn Alexander im Internat der Augustiner besuchte. „Aber schön wäre so etwas wie eine Glühweinhütte, in der man vor einem Kamin verweilen kann. Das hat was, und Platz ist auch noch genug vorhanden“, machte sie einen anheimelnden Vorschlag. „Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann die unterschiedlichen Preise für Glühwein und Kinderpunsch“, sagte Manuela Pannwitz aus Großbothen. Aber im Übrigen ist es „ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt.“

Wolfgang Pregel aus Grimma erfreut sich am „überragenden Baum.“ Außerdem findet er „ die Angebote für und mit den Kindern rund um den Baum sowie auf der Bühne toll“, fügte er an. Renate Baumann vermisste den Weihnachtsmann. „Der müsste hier präsent sein – finde ich jedenfalls“, meinte die Bad Lausickerin.

Einen Vergleich zum Leipziger Weihnachtsmarkt zog Jan Breuer, der zu Besuch bei Bekannten in Grimma war. „Ich finde es gut, dass es hier nicht so ein Gedrängel gibt. Das tut gut, beim Glühweintrinken nicht ständig geschubst zu werden“, befand der Leipziger. Er war in Begleitung von Susanne Helmert, der es an Händlervielfalt mangelte. „Es sind zu viele Glühwein- und Bratwurststände für einen so kleinen Weihnachtsmarkt. Und zu viel Schnickschnack, der nichts mit Weihnachten zu tun hat“, kritisierte sie.

„Es war schon schlimmer mit Straßen- und Wochenhändlern, die nun wirklich nichts auf einem Weihnachtsmarkt zu suchen haben“, merkte Monika Drescher aus Grimma an. „Im Grunde sind wir zufrieden“, sagte sie. „Und auch das Programm ist immer einwandfrei“, schob ihr Mann Wolfgang nach und ergänzte, „dass wir schon das dritte Mal hier sind.“ Der 12-jährigen Kilian vom Gymnasium St. Augustin äußerte sich ziemlich diplomatisch beim Thema Vielfalt. „Das Angebot ist überschaubar, was einen Preisvergleich leichter macht. Denn die Preise liegen hier bei Naschereien wie gebrannten Mandeln und besonders bei Glühwein sehr weit auseinander“, hatte der Teenager beim Rundgang über den Markt bemerkt. Eine Tatsache, die Marktleiter Frank Schütz bestätigte. „Stimmt, den Becher Glühwein gibt es hier zwischen 1,80 und drei Euro.“ „Aber auf die Preise dürfen wir keinen Einfluss nehmen, das würde dem Kartellrecht widersprechen. Vergleichen lohnt sich also.“

Ansonsten legte er die Hand aufs Herz und räumte ein, dass es durchaus noch einiges zu verbessern gibt. „Alles andere wäre schön geredet, obwohl vieles sehr gut gelaufen ist, wenn man bedenkt, dass die Stadt erstmals als Betreiber des Weihnachtsmarktes auftrat. Die Konsequenz für den Marktchef: „Wir werden erste Anregungen aufnehmen und im nächsten Jahr nach Möglichkeit umsetzen. Dazu gehören der Händlermix, die Verfeinerung der Weihnachtsbeleuchtung allgemein sowie das bessere Ausnutzen noch leerer Stellflächen unmittelbar vor dem Rathaus, um den Weihnachtsmarkt geschlossener zu gestalten“, kündigte Schütz an.

Von Frank Schmidt

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