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Hängebrücke in Grimma bleibt weiter gesperrt

Hängebrücke in Grimma bleibt weiter gesperrt

"Es kann zu Verformungen der Brücke kommen", sagte IMC-Geschäftsführer Lutz Wagner bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse im Technischen Ausschuss der Stadt.

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Stopp: Wegen der Schäden ist die Hängebrücke nicht begehbar.

Quelle: Andreas Röse

"Eine Anhebung ist nicht die von uns favorisierte Lösung", so der promovierte Ingenieur.

Das Leipziger Planungsbüro hatte die Hängebrücke bereits nach der Flut 2002 saniert und war nach dem Junihochwasser erneut beauftragt worden, Lösungen für die Rekonstruk- tion des Brückenbauwerkes zu entwickeln. "Die Schäden sind sehr umfangreich", so Wagner weiter. Durch den Uferabriss am Stadtwald auf einer Länge von mehr als 50 Metern sei das Fundament unterspült worden. Kabelstränge würden in der Luft hängen. Auch auf der Seite der Gattersburg sei das Auflager stark zerstört worden. Die Knieleisten seien deformiert, der Holzboden fehle ganz und gar. "Der Blick von oben zeigt, dass die Brücke einen Bauch hat", so der Experte. Sein Fazit: Während das Hochwasser 2002 durch Treibgut starke Schäden in der Brückenkonstruktion angerichtet habe, seien diesmal die Zerstörungen im Bereich der Fundamente und Auflager enorm. Optimistisch betrachtet, so Wagner, sei eine Sanierung der Brücke in der heutigen Form möglich. "Man kann sie nicht richten", räumte er ein. Aber wenn die Seile gestrafft würden, könne der Bauch etwas verschlankt werden. Mit dem Rest müsse man leben. Inklusive der Sanierung des Unterbaus werden die Kosten auf etwa 400 000 Euro beziffert.

Eine Anhebung des Bauwerkes um rund einen Meter bereitet den Ingenieuren von IMC allerdings große Kopfzerbrechen. Nicht nur der Aufwand - es müssten beispielsweise temporäre Fundamente für Kräne an den Muldeufern errichtet werden - sei verhältnismäßig hoch und wird auf mehr als 700 000 Euro beziffert. Es könne auch zu Verformungen des Brückenkörpers kommen, sagte Wagner. "In dieser Form hat das noch keiner gemacht", gab er zu bedenken. Außerdem sei nicht ausgeschlossen, dass die Traglast der Brücke künftig eingeschränkt sei - auch bei der Beibehaltung der heutigen Höhe. "Wir empfehlen eine Sanierung der Brücke, so wie sie jetzt ist", schlussfolgerte der Planer.

Dieser vorläufigen Empfehlung wollen die Ausschussmitglieder momentan noch nicht folgen. Eine Traglastbegrenzung ist für sie indiskutabel. Die Hängebrücke wird nicht nur bei sportlichen Ereignissen gut frequentiert, sondern ist auch für die Einwohner eine wichtige Achse zwischen Ost und West der Muldestadt, so der Einwand. Da die Lebensdauer der knapp 90 Jahre alten erbauten Brücke nicht unendlich ist, wurde vom Ausschuss ein Neubau angeregt. "Der scheidet vermutlich aus Kostengründen aus", wandte Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ein. Um die Diskussion über eine Sanierungsvariante fortführen zu können, sollen jetzt weitere Berechnungen zur Traglast des Bauwerkes angestellt werden. Die Stadt hat für die Sanierung der Hängebrücke Fördermittel in Höhe von 800 000 Euro beantragt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013
Schöppenthau, Birgit

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