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Hamm-Brücher-Förderpreis für Gymnasiastinnen des St. Augustin

Hamm-Brücher-Förderpreis für Gymnasiastinnen des St. Augustin

Erneut für überregionale Aufmerksamkeit sorgten vier Schülerinnen der zwölften Klasse des Gymnasiums St. Augustins. Sie erhielten im Rahmen der Hildegard-Hamm-Brücher-Förderpreis-Verleihung einen Sonderpreis.

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Hohe Ehrung für die Zwölftklässler Magdalena Roder, Anne-Kristin Stoye, Sarah Schrempel und Mona Schenk (v. l.) sowie ihre Tutorin Herma Lautenschläger.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Bereits 2014 wurde das Kleeblatt mit dem Sächsischen Landespreis für Heimatforschung ausgezeichnet. Seit 2009 richtet der Förderverein "Demokratisch Handeln" mit Unterstützung der Heidehof Stiftung GmbH alljährlich den "Hildegard-Hamm-Brücher-Förderpreis für Demokratie Lernen und Erfahren" aus. Das Thema lautete "Aufgeklärte Freiheit".

Die 18-Jährigen - Mona Schenk, Sarah Schrempel, Anne-Kristin Stoye und Magdalena Roder - kennen den Fall des Eisernen Vorhangs nur aus den Geschichtsbüchern. "Die Initialzündung erfolgte durch eine Ausstellung über das Paneuropäische Picknick 2012", erinnert sich die Tutorin Herma Lautenschläger. "Wir wollten mehr darüber wissen", bestätigt Anne-Kristin Stoye, die allein mit ihrer Tutorin den Preis in Jena in Empfang nahm, da ihre Mitstreiter in den Urlaub gereist sind. "Wir hatten nicht mit der Ehrung gerechnet", freut sich die Tutorin. Das Projekt erhielt den Namen "Der Nachgeschmack von Speck und Pörkölt - Das Paneuropäische Picknick - der Durchbruch in die Freiheit (19. August 1989)". "In Zusammenarbeit mit den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen Torgau und mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde es umgesetzt", erzählt die Tutorin. Dabei vergisst sie auch nicht zu erwähnen, dass die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf die Jugendlichen als Schirmherrin unterstützte. "Im Projektmittelpunkt standen Zeitzeugen, die 1989 in Sopron/Ungarn eine Veranstaltung organisieren wollten, um zu zeigen, wie überholt der vorhandene Eiserne Vorhang sei", sagt Mona Schenk. Dabei sei die Grenze zu Österreich kurzzeitig geöffnet worden, damit Österreicher und Ungarn am geplanten Picknick teilnehmen konnten. Diese Veranstaltung nutzten DDR-Bürger, um über den Umweg Ungarn aus ihrem Land zu fliehen.

"Zur Recherche reisten wir unter anderem mit der CDU-Bundestagsabgeordneten 2013 zum Paneuropäischen Picknick nach Sopron, um Zeitzeugen zu befragen", erzählt Magdalena Roder. Doch auch auf der Geschichtsmesse in Suhl 2014 sprachen sie über ihre Arbeit. Katharina Landgraf holte ebenso die deutsche Botschaft in Budapest und das Auswärtige Amt ins Boot. Die Projektgruppe weilte deshalb im Mai diesen Jahres auf Einladung der deutschen Botschaft in Budapest. Das Projekt wurde dort in der deutschen Schule vorgestellt. Außerdem sprach das Frauenteam auf einem internationalen wissenschaftlichen Symposium.

"Durch das Projekt konnten wir nicht nur unsere Geschichtskenntnisse verbessern, sondern lernten, wie eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut ist", so Anne-Kristin Stoye. "Während uns zum Anfang die Präsentation noch schwer fiel, wurden wir immer besser", erzählt Sarah Schrempel.

Dabei konnten die Schülerinnen stets auf die Erfahrungen ihrer Tutorin bauen. Projekte ihrer Schützlinge werden mit Sicherheit auch in diesem Jahr wieder Preise beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten abräumen. Die Gymnasiastin Anna Ebert wurde aufgrund ihrer Arbeit zur Wave-Gothic-Szene (Klasse 12) und Anja Höfer (Klasse 8) aufgrund ihrer Arbeit zu Katharina von Bora zur Landespreisverleihung am 30. Juni eingeladen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2015
Cornelia Braun

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