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Grimma Handelskonzept für Grimmain der Kritik
Region Grimma Handelskonzept für Grimmain der Kritik
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14:00 19.05.2015

Den Autoren der Studie zufolge ist die Zentralität der Grimmaer Kernstadt verloren gegangen. Weil ein Angebot an Lebensmitteln in der Altstadt fehlt, befürworteten sie den Bau eines Supermarktes.

Seit Monaten tobt die Diskussion um die Ansiedlung eines Lebensmittel- und Drogeriemarktes auf dem Kunstrasenplatz entlang der Wurzener Straße. Die Stadt will das innerstädtische Baugrundstück verkaufen, um die Verlagerung der Sportstadien zu finanzieren. Ein Teil der Geschäftsinhaber im Herzen von Grimma warnen vor der Konkurrenz am nördlichen Altstadtrand. Auch im Stadtrat gibt es Kritiker.

In der Auseinandersetzung mit dem Einzelhandelskonzept findet die IHK nicht nur handwerkliche Mängel bei der Bestandsaufnahme. Sie kritisiert zudem bisherige Fehlentscheidungen der Kommune. Die Handelsstrategen der Kammer machen das Pep als Gegenspieler zur Innenstadt aus. Mehr als 15 600 Quadratmeter Verkaufsfläche in einem solitär gelegenen Einkaufszentrum würden gegen rund 7000 Quadratmeter in der Altstadt konkurrieren. Diese seit Jahren betriebene Fehlentwicklung sei ausschlaggebend für die unterdurchschnittliche Ausstattung der Altstadt mit Handelsfläche. Die angekündigte Erweiterung des Pep um rund 2000 Quadratmeter könne nicht im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein, schlussfolgerte Hofmann.

Trotz dieser kritischen Bestandsaufnahme kommt die IHK zu dem Schluss, dass von einem neuen Handelsmagneten in der Altstadt Impulse für den etablierten Einzelhandel ausgehen könnten. "Dies wird aber nur gelingen, wenn auch der südliche Bereich - vor allem zwischen der Kreuzstraße und der Leipziger Straße - eine geeignete Aufwertung beziehungsweise Quartierentwicklung erfährt", sagte Hofmann. In der Abwägung der potenziellen Standorte für einen Supermarkt gibt die IHK dem Alma-Dietsch-Gelände klar den Vorzug vor dem Kunstrasenplatz. "Mit direkter Innenstadtlage ist das Alma-Dietzsch-Gelände wesentlich besser städtebaulich integriert", so Hofmann weiter. Dafür sei es mit hohem Aufwand restauriert worden.

Die von der CIMA Leipzig erarbeitete Bestandsaufnahme des Einzelhandels in Grimma war zur Vorbereitung eines Grundsatzbeschlusses von der Stadtverwaltung Grimma in Auftrag gegeben worden. Die Verlagerung der Stadien an die Lausicker Straße und der Neubau eines Supermarktes entlang der Wurzener Straße standen gestern Abend in der Stadtratssitzung auf der Tagesordnung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2014
Schöppenthau, Birgit

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