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Grimma Handwerkermarkt in Höfgen: Dorf der Sinne rüstet sich fürs bunte Treiben
Region Grimma Handwerkermarkt in Höfgen: Dorf der Sinne rüstet sich fürs bunte Treiben
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10:20 08.08.2016
Organisator Heinz Skiba und Wassermühlenchef Hans-Henning Ruhmer freuen sich auf den bevorstehenden Handwerkermarkt, bei dem natürlich auch wieder reichlich Brot im Mühlenofen gebacken wird. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Höfgen

Das Dorf der Sinne will am 24. und 25. September seinem Credo alle Ehre machen. Über 40 regionale Handwerker, Händler und Künstler präsentieren jeweils von 11 bis 18 Uhr ihre Leidenschaft, bieten ihre Waren feil und laden zum Mitmachen ein. Bei einem ausgefallenen Handwerkermarkt von der Wassermühle, der Dorfkirche bis zur Firma Maler Aurig GmbH in der Höfgener Dorfstraße können Besucher an diesen Tagen auch den Akteuren über die Schulter schauen, die so manches altdeutsche Handwerk noch beherrschen.

Im Repertoire der Handwerker, darunter Maler und Korbflechter, sind Schmackhaftes, Dekoratives und Einzigartiges. Die Palette umfasst handgeflochtene Körbe, Gefilztes und vieles mehr. Doch auch aktuelle Berufe wie Polsterer, Maler oder Dachdecker werden vorgestellt. So kann man unter anderem erleben, wie ein Dachstuhl entsteht oder wie mit Schiefer gearbeitet wird. Doch auch über Pilze und Kräuter erfährt man Interessantes zu den Markttagen. Natürlich hält der Markt viel für die Kinder bereit. Neueste Errungenschaft wird ein Mehrgenerationsspiel „Mitteldeutschland“ sein, dass die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) entwickelt hat. Dahinter steht der Gedanke, spielerisch die regionale Identität zu stärken und Wissen über die Region zu vermitteln. „Mit dem Spiel ‚Mitteldeutschland’ möchten wir das Bewusstsein für die Geschichte und Tradition der Region stärken“, sagt Heinz Skiba und ergänzt: „Es soll durchaus auch als Anregung dienen, Mitteldeutschland bei Reisen und Ausflügen selbst neu oder erneut zu erkunden.“

Auch an das leibliche Wohl ist gedacht. Im altdeutschen Mühlenofen der Wassermühle werden dreimal am Tag Brot und Zuckerkuchen gebacken. Die Neunitzer Bisonfarm, der Höfgener Ziegenhof und das Gasthaus „Zur Wassermühle“ sind mit von der Partie. „Nicht verpassen sollte man auch, wenn der Biohof Hannes und Täubert seine Ziegen von der Weide in den Hof treibt“, wirbt Helga Skiba für den Handwerkermarkt. Eine Augenweide werden die Alpakas von Norbert Alt aus Großbardau sein. Auch die Kirchgemeinde ist in den Markt integriert. „ Am 25. September wird es einen Erntegottesdienst ab 10.15 Uhr mit einer Taufe geben“, sagt Pfarrer Markus Wendland.

„In diesem Jahr präsentiert sich der Handwerkermarkt in einer größeren Vielfalt“, freuen sich die Organisatoren, die Familie Skiba. Heinz (69) und Helga (66) Skiba haben den Handwerkermarkt aus der Taufe gehoben. „Damals kamen wir aus Kanada. Wir öffneten unser Haus 2000, in dem wir eine Kerzenwerkstatt betrieben, für Besucher“, erzählt Helga Skiba. Doch weil die Skibas für das Event die Werkstatt praktisch auf den Kopf stellen mussten, wurde für Heinz Skiba und seine mit gesundheitlichen Problemen kämpfende Frau der Aufwand einfach zu groß. In Wassermühlen-Betreiber Hans-Henning Ruhmer, Maler Bernd Aurig, Ortsvorsteher Gunter Hantschmann und Schmied Bodo Hantschmann fanden sie 2011 Partner, die der Veranstaltung in etwas verändertem Rahmen ein Weiterleben ermöglichten. Nach wie vor liegt die Auswahl jener Handwerker und Händler, die ihre Produkte in Höfgen präsentierten, in den Händen der Skibas. „Uns ist es wichtig, Leute aus der Region zu engagieren, die die Tradition alter Handwerkskünste bewahren beziehungsweise hinter deren Geschäft eine Idee steht“, sagt Heinz Skiba. Der Markt wird am geplanten Wochenende einen Ruhepool zum hektischeren Stadtfest in Grimma darstellen, das in der Altstadt stattfindet. „In Höfgen wird vor allem auf Originalität, Regionalität und Qualität geachtet“, ist Heinz Skiba überzeugt und freut sich auf interessante Gespräche und eine gemütliche Atmosphäre im Dorf der Sinne.

Von Cornelia Braun

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