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Grimma Handwerkermarkt in Höfgen wächst jedes Jahr
Region Grimma Handwerkermarkt in Höfgen wächst jedes Jahr
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13:54 27.09.2018
Blick auf den Handwerkermarkt in Höfgen. Quelle: BPA
Grimma/Höfgen

Der Handwerkermarkt im beschaulichen Höfgen steuert auf eine Rekordbeteiligung zu. Das fünfköpfige Organisationsteam um Heinz Skiba erwartet zur 14. Auflage am Wochenende 50 Handwerker und Händler. Der „Markt der Sinne“, wie er auch genannt wird, lädt Sonnabend wie Sonntag bei freiem Eintritt jeweils von 11 bis 18 Uhr zum Schauen, Kaufen und Schlemmen ein.

Orgelkonzert mit Mark Farago

Einen Ohrwurm hält er auch bereit. Um 16 Uhr erklingt am Sonnabend in der Kirche ein Orgelkonzert, bei dem der vielfache Preisträger Mark Farago am königlichen Zöllner-Instrument Platz nimmt. Und tags darauf beginnt um 10.15 Uhr an gleicher Stätte der Erntedankgottesdienst.

Geburtsstunde des Handwerkermarktes

18 Jahre lang machte Heinz Skiba mit seiner Frau das weite Kanada zum Lebensmittelpunkt. 1998 wollte das Ehepaar mit seinen drei Kindern schließlich zurück nach Deutschland. Die Familie ließ sich in Kaditzsch nieder, ging hier im Nebenerwerb auch der Imkerei nach und produzierte aus Bienenwachs Kerzen. Ein uraltes Handwerk. Bei einem Treffen mit Vertretern der Handwerkskammer in Leipzig kam das Gespräch auf Skibas Kerzenmanufaktur und ob denn das benachbarte Höfgen nicht das perfekte Ambiente für einen Markt biete. Es war die Geburtsstunde des Handwerkermarktes immer am letzten September-Wochenende. Familie Skiba stemmte das kleine Spektakel viele Jahre allein, seit 2012 ruht die Organisation auch auf den Schultern der Brüder Gunter und Bodo Hantschmann sowie von Bernd Aurig und Hans-Henning Ruhmer.

Etwa 20 Teilnehmer zählte der erste Markt, vor allem aus dem Kunstgewerbe. „Sie halten alle noch heute zur Stange“, ist der 71-jährige Heinz Skiba stolz. Nach und nach wurde das Treiben immer vielfältiger, traditionelles und modernes Handwerk ergänzen sich. Wichtig sei, die Besucher einzubinden, so der Cheforganisator. Sie sollen sich Zeit nehmen für nette Gespräche, einen Kaffee oder ein Glas Wein. „Uns geht es darum, dass die Leute schätzen lernen, wie etwas hergestellt wird und sich altes Handwerk über Wasser hält“, verdeutlicht Skiba. „Unser Ansinnen ist das Miteinander.“

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Neue Mitwirkende bekommen die Gäste auch in diesem Jahr zu Gesicht und können ihnen über die Schulter schauen. Dazu zählen ein orthopädischer Schuhmacher, ein Stellmacher, eine Seifen-Herstellerin und Holzschnitzer aus dem Erzgebirge. Skiba freut sich auch schon wieder auf das frische Brot aus dem Ofen der Wassermühle. Und wenn die knusprigen Laiber erst herausgezogen sind, wird der leckere Blechkuchen gebacken. Erstmals mischt auch das Team der Schiffsmühle mit, das Wein und Zwiebelkuchen reicht.

Mehrgenerationen-Brettspiel der HTWK Leipzig

Töpfer, Korbflechter, Maler, Polsterer, Bürstenmacher und andere mehr reichen sich an beiden Wochenendtagen die Hand in Höfgen. Spielerisch können die Besucher Mitteldeutschland kennen lernen. Das Mehrgenerationen-Brettspiel, das Studenten der HTWK Leipzig entwickelt haben, lädt zum Mitmachen ein. In einer Musestunde sollten sich die Gäste auch die Open-Air-Schau des bekannten Grimmaer Fotografen Gerhard Weber ansehen. Im Schützenmeister-Gut zeigt er großformatige Bilder seiner Ausstellung „Lebenszeiten – Mitten im Land“.

Dass der Handwerkermarkt parallel zum Grimmaer Stadtfest über die Bühne geht, sieht Skiba nicht als Problem. „Der Markt ist der ruhende Pol zum Stadtfest“, sagt er. In der Tat: Die Besucherzahlen beweisen, dass beide Veranstaltungen ein Magnet für die Leute sind.

Von Frank Prenzel

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