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Grimma Handwerkerschau: Präsenz zeigen ist das primäre Ziel
Region Grimma Handwerkerschau: Präsenz zeigen ist das primäre Ziel
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14:32 19.05.2015
Mit flinker Nadel: Frank Katzer, Meister des Möbelpolsterhandwerks aus Nerchau, gab den Besuchern an seinem Stand ganz praktische Einblicke in seine Handwerkskunst. Quelle: Roger Dietze

Die von der Kreishandwerkerschaft, der Landkreisverwaltung und dem Einkaufscenter getragene Veranstaltung fand zum neunten Mal statt.

Nicht funktionierende Fahrstühle sind nur selten Grund zur Freude. Für Hans-Joachim Mohr trat im vergangenen Jahr ein solcher Fall ein. Weil das Personenbeförderungsgerät im PEP ausgefallen war und die Besucher der Handwerkerschau deshalb auf die Treppe angewiesen waren, führte ihr Weg zwangsläufig am Stand des Grimmaer Malermeisters vorbei. "Wir mussten unsere Visitenkarten nachdrucken lassen, sind vor Jahresfrist weit über 100 losgeworden", erinnert sich Mohr an diese für seine Firma günstige Fügung des Schicksals. In diesem Jahr hieß es für das Kleinunternehmen hinsichtlich der Besucherfrequenz wieder kleinere Brötchen zu backen. "Aber volle Auftragsbücher von der Schau mit nach Hause zu nehmen, ist sowieso nicht das primäre Ziel, vielmehr geht es darum, dass man Präsenz zeigt und diesen oder jenen potenziellen Kunden erreicht, der dann, wenn er irgendwann einmal auf eine Dienstleistung in unserer Branche angewiesen ist, sich unserer erinnert", so Hans-Joachim Mohr, der sich mit seiner Firma zum sechsten Mal an der Handwerkerschau beteiligte. Ebenso oft wie Frank Katzer aus Nerchau, der sich mit seiner Nerchauer Raumausstattungs- und Möbelpolsterfirma im PEP präsentierte. Laut dem Meister des Möbelpolsterhandwerkes in erster Linie ebenfalls deshalb, um sich in Erinnerung zu bringen und sich gegenüber potenziellen Kunden zu empfehlen. "Es ist schon ein Unterschied, ob die Leute im Internet mehr oder weniger zufällig auf einen stoßen oder ob sie mir, wie das bei der Handwerkerschau möglich ist, von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und mit mir persönlich in Kontakt treten können", so der Nerchauer. "Deshalb lege ich auch Wert darauf, dass die PEP-Besucher an meinem Stand einige Einblicke in meine praktische Arbeit bekommen", so Frank Katzer, der an einem Sessel seine Handwerkskunst unter Beweis stellte. Immer mit Stechbeitel und Fäustel in Aktion war an seinem Stand auch Jürgen Patig, Holzbildhauer und Holzgrabmalgestalter i. R. aus Grimma und Handwerkerschau-Urgestein, der sein Geschäft vor zwei Jahren an Galina Gorbatschow übergeben hatte. "Sie hat sehr viel Talent, und ich weiß meinen Betrieb bei ihr in guten Händen, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie mir in meiner Meinung folgt, dass eine Teilnahme an der Handwerkerschau für einen regional tätigen Handwerker allein aus Gründen der Präsentation sehr wichtig ist", so der 70-Jährige.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.03.2014
Roger Dietze

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