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Heimatverein Nerchau zeigt Ausstellung und feiert sein 15-jähriges Bestehen

Angebot Heimatverein Nerchau zeigt Ausstellung und feiert sein 15-jähriges Bestehen

Der Heimatverein Nerchau wird in diesem Jahr 15 Jahre alt. Die Feier erfolgt zum Lindenfest. Gegenwärtig ist eine Ausstellung von Bärbel Fischer im Bürgerzentrum in Nerchau zu sehen.

Das Heimathaus in Nerchau: Es war einst das Stadthaus. Über 100 Jahre hatte hier die Verwaltung von Nerchau ihren Sitz bis es 2003 zum Sitz des Heimatvereins wurde.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Nerchau. Eine Ausstellung ist derzeit im Foyer des Nerchauer Bürgerzentrums zu sehen. Bärbel Fischer aus Cannewitz stellt Aquarelle mit Motiven aus der Region wie die Kirche in Nerchau, in Neichen oder Mutzschen aus. Sie gehört zu den Hobbymalern, die im November 2015 dem Aufruf des Heimatvereins Nerchau folgten, im Heimathaus ihrem Hobby zu frönen. „Ein kleiner, fester Stamm trifft sich immer montags um 18.30 Uhr im Heimathaus“, sagt die Vorsitzende des Heimatvereins Elke Weniger (61). Es sind etwa acht Frauen und Männer. „Ihre Werke sind in unterschiedlichen Techniken hergestellt“, so die 61-Jährige. Bärbel Fischer ging beispielsweise in die Lehre vom Maler und Grafiker Günter Ketelhut aus Bahren.

Durch den Malkurs hat sich auch die Mitgliederzahl des Heimatvereins erhöht. Diese beträgt derzeit 48 Mitglieder und drei Ehrenmitglieder. „Darauf sind wir stolz. Denn in diesem Jahr begeht der Heimatverein sein 15-jähriges Bestehen“, so die Heimatfreundin. Das Jubiläum wollen wir zusammen mit unserem traditionellen Lindenfest feiern. Dieses findet am 18. Juni statt. Dabei soll an die Gründer des Vereins, Horst und Marianne Weber, Walther Koch und Wolfgang Sieber gedacht werden. Wolfgang Sieber gehört zu den Ehrenmitgliedern im Verein. „Diese Nerchauer waren es, die die Gunst der Stunde nutzten, im November 2002 den Heimatverein aus der Taufe zu heben. „Das ehemalige Stadthaus wurde im April 2003 frei , weil die Stadtverwaltung in das neue Bürgerzentrum umzog“, so Elke Weniger. Über 100 Jahre war das jetzige Heimathaus der Sitz des Stadtoberhauptes gewesen. Als der Heimatverein es übernahm, konnte erst einmal nur die oberste Etage genutzt werden, da die Awo noch in den untersten Räumen bis 2004/2005 zu Gange war. Derzeit nutzt der Heimatverein dreiviertel der Räume. Denn unter dem Dach des Heimatvereins befindet sich noch die Jugendfeuerwehr, die hier drei Räume benutzt. „Stolz sind wir auch, dass es dem Heimatverein gelang, die ausgelagerte Heimatstube von Walther Koch wieder vom Kreismuseum Grimma nach Nerchau zu holen“, sagt Elke Weniger. Dabei betont sie, dass Nerchau sich nicht damit schmückt, ein Museum sein Eigen zu nennen, sondern vielmehr ein Heimathaus. Zum Jubiläum steht jetzt schon fest, dass die Blaskapelle Trebsen spielen und es Kaffee und Kuchen geben wird. „Wir hoffen auch auf die Unterstützung der Kinder- und Jugendeinrichtungen und der Feuerwehr“, so die Vereinsvorsitzende. Doch bis es soweit ist, wird erst einmal in Nerchau die Maikrone aufgesetzt. Am Vorabend des 1. Mai wird es wieder einen Tanzabend im Bürgerhaus geben. Am 1. Mai ist vorgesehen, dass die Musikschule Fröhlich und die Kunstradfahrer ein kleinen Programm darbieten. „Und natürlich wird ein Weihnachtsmarkt am 3. Dezember in Nerchau ausgerichtet“, wirbt die Heimatvereinsvorsitzende. Zu den Festen wird auch das Heimathaus offen stehen. Gegenwärtig ist eine Uhrenausstellung von der Eieruhr bis zum Regulatur von Frank Meyer aus Fremdiswalde zu sehen. Stück für Stück wächst auch die Ausstellung über das Vereinsleben in Nerchau von 1850 bis 1940. Immerhin gab es in diesem Zeitraum 60 Vereine, wovon nur noch neun bestehen. „Wir haben dazu in Adressbüchern gegraben“, so Elke Weniger. Leider habe der Heimatverein diese nur bis zum Jahr 1940 im Archiv. Dabei sei auch herausgekommen, dass es in Nerchau schon einmal einen Heimat- und Verschönerungsverein gab, der 1910 von der Bildfläche wieder verschwunden wäre. „Wir sind über jedes Mitglied dankbar, damit der jetzige Verein weiter wächst. Denn es gibt noch viel Heimatgeschichte aufzuarbeiten“, ist sich die Vereinsvorsitzende sicher.

Von Cornelia Braun

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