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Grimma Heimatverein bangt um Veranstaltungsraum
Region Grimma Heimatverein bangt um Veranstaltungsraum
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21:34 30.07.2018
Der Chef des Heimatvereins Großbothen, Ralf Sachse, auf einer Bank des Vereins, die jetzt am Spielplatz steht. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma/Grossbothen

Der Heimatverein Großbothen ist gegenwärtig dabei, das Ortsarchiv aufzuarbeiten und zu digitalisieren. Die vom DDR-Kulturbund zusammen getragene Chronik von Großbothen war im Zuge der Eingemeindung ins Grimmaer Archiv gekommen. „Acht Kartons“, wie Vereinschef Ralf Sachse weiß. Nun beschäftigen sich die Mitglieder mit dem Material und wollen es auch für Publikationen nutzen. „Wir möchten Jahreshefte zur Historie von Großbothen heraus bringen“, erläutert Sachse, der den 15-köpfigen Verein seit zwei Jahren anführt. Ob das schon 2019 gelingt, ist offen.

Schätze des Vereins werden aufgearbeitet

Die Chronik-Abteilung unter Leitung von Gunther Brix knöpft sich auch den Fundus ihres Vereins vor. Der 2014 im Alter von 82 Jahren verstorbene Vereinsbegründer Fritz Mauer hinterließ zahlreiche Sammelobjekte, Schriftstücke und Dokumentationen über Großbothen. Da gehe es um den Bahnhof, Müllers Tanzpalast oder die Keramik-Industrie, weiß Sachse zu berichten. Diese Schätze des Heimatvereins lagern in einem angemieteten Firmenraum und werden nun sukzessive aufgearbeitet.

Fortsetzen will der Heimatverein seine im September vorigen Jahres ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe in Großbothen. Jeden dritten Donnerstag im Monat lädt er seitdem zu Vorträgen ein, etwa über Reisen, bietet aber auch Verkehrsschulungen an. Laut Sachse finden sich immer 20 bis 40 Interessenten ein. Allerdings hat sich ein Problem mit dem Veranstaltungsraum aufgetan. Der Pächter des Sportcasinos am Sportplatz, Christian Hübler, hört aus Altersgründen auf. Er ist wohl nur noch bis September da. Dem Vernehmen nach sucht die Stadt Grimma als Eigentümer des Hauses nun händeringend einen Nachfolger. Indes gibt es zum Sportcasino, das bei Veranstaltungen bis zu 70 Personen fasst, kaum eine Alternative in Großbothen. Der Gasthof in Kleinbothen biete zu wenig Platz, sagt Sachse. Stehe das Casino nicht mehr zur Verfügung, werde die im Sommer pausierende Veranstaltungsreihe ab September wohl in der Pfarrscheune fortgeführt.

Sportcasino könnte als Vereinshaus genutzt werden

Der Heimatverein, der kein eigenes Domizil besitzt, kann sich gut vorstellen, dass aus dem Sportcasino ein Vereinshaus wird und würde sich dabei gern einbringen. Das Gebäude war unter maßgeblicher Beteiligung der Sportler errichtet und 1999 eingeweiht worden.

Die Mitglieder des Heimatvereins möchten die wechselvolle Geschichte von Großbothen wach halten. Dazu gehören nicht nur Publikationen und Vorträge. Gemeinsam mit Storchenberater Uwe Seidel wird in diesen Tagen in Kleinbothen eine Storchentafel aufgestellt. Neugierige erfahren dann, in welchem Jahr hier wie viele kleine Adebare geschlüpft sind. Die beiden Ortsbegrüßungstafeln lässt der Verein gerade aufarbeiten und neu gestalten. Sie waren verschlissen und deshalb vor einem reichlichen Monat entfernt worden. In Abstimmung mit dem Wilhelm Ostwald Park sollen sie auch künftig an den großen Sohn Großbothens erinnern, der 1909 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Auch für die Vereinsbank wurde ein neuer Platz gesucht. Eltern und Großeltern können sich jetzt am neuen Spielplatz auf ihr ausruhen, während die Kinder auf den Geräten tollen. Die Bank ist ein Geschenk des Ortschaftsrates zum 20. Jubiläum des Vereins, das er vor zwei Jahren feierte. Nun wurde sie aufgearbeitet und am Spielplatz aufgestellt.

Großbothen malt Großbothen zum Dorffest

Ein aktuelles Thema ist vor allem das Dorffest 725+, das vom 17. bis 19. August über die Bühne geht. Hier bringt sich der Heimatverein mit der Aktion „Großbothen malt Großbothen“ ein. Aus den Bildern entsteht eine Galerie zum Fest.

Von Frank Prenzel

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