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Grimma Heimatverein präsentiert alte Bibel-Ausgaben und Leckeres aus dem Backofen
Region Grimma Heimatverein präsentiert alte Bibel-Ausgaben und Leckeres aus dem Backofen
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14:33 04.11.2009
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Gemeinsam mit Bäcker Werner Voigtländer hatten er, Wolfgang Calov und Ralf-Rudolf Schöley ein volles Backprogramm am Reformationstag.

Schließlich brauchte der Kassler in den Brotlaiben seine drei Stunden, um durchzubacken. Schneller ging es da mit den Reformationsbrötchen. „824 Stück davon haben wir heute in den Ofen geschoben“, berichtete Ruth Voigtländer, während sie dem süßen mit Rosinen durchsetzten und einem dicken Marmeladenklecks in der Mitte verzierten Hefegebäck mit Zuckerglasur den letzten Schliff gab. Und die begehrten Leckereien gingen am Tresen bei Brigitte Skrabs und Günter Pfarr ab wie warme Semmeln.

Viele neugierige Blicke warfen die Gäste des Reformationsfestes in das zur Backstube umgebaute ehemalige Waschhaus. Zugleich nahmen sie erstmalig auch den neuen Vereinsraum im hinteren Teil der Heimatstube in Besitz. „Nach vielen Eigenleistungen hatten uns weitere Spenden ermöglicht, jetzt auch die nötigen Stromanschlüsse herstellen zu lassen“, freute sich Vereinschefin Renate Schöley. Jetzt konnten sich dort die Besucher bei Christa Blume nicht nur die Teller mit Kassler und Brotkrusten aus dem Backofen vollladen, sondern auch sitzend in der Wärme genießen.

Ganz im Zeichen der Reformation stand auch die Bibelausstellung, die der Großsteinberger Heimatverein initiiert hatte. Stolze vierzig Exemplare – von der großen Kirchenbibel, über Ausgaben in hebräischer, griechischer, lateinischer oder englischer Sprache, bis hin zu einer Ausgabe auf CD-ROM – hatten die Großsteinberger zusammengetragen, davon mehrere aus dem 18. Jahrhundert. „Ich habe eine schöne Alte“, erklärte auch Rolf Sperling und warf dabei einen schelmischen Blick auf seine Frau. Aber wirklich stolz sein kann er auf die wohl älteste in Großsteinberg befindliche Bibelausgabe: gedruckt 1670 in Frankfurt am Main.

Getreu der alten Bauernweisheit „Die Bibel gehört auf den Dachboden, dann schlägt dort der Blitz nicht ein“, hatte er das aus Familienbesitz stammende Exemplar 1980 bei Umbauarbeiten unter dem Dach seines Hauses entdeckt. „Heute hat sie selbstverständlich ihren Platz in der Stube gefunden “, erklärte der Großsteinberger, der das betagte Stück in Ehren hält.

Ralf Saupe

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