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Heitere Magie eigenwilliger Szenerien in der Denkmalschmiede Höfgen

Heitere Magie eigenwilliger Szenerien in der Denkmalschmiede Höfgen

Grimma/Kaditzsch. Gudrun Petersdorff hat die Gabe, Szenerien im eigenwilligen Umgang mit der Perspektive, im unbekümmerten Verzicht auf Formen und der lustvollen Verfremdung von Details neu zu erfinden.

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Unter heiteren Landschaften: Mitarbeiterin Peggy Franke beim Vorbereiten einer Festtafel in der Galerie der Denkmalschmiede.

Quelle: Ingrid Leps

. In klar konturierter Bildsprache entwickelt sie sonnige Landschaften und kulinarische Stillleben, die bis 30. September in der Galerie der Denkmalschmiede Höfgen in Kaditzsch in gewagter Farbwahl und beschwingtem Grundton miteinander korrespondieren. Reiseeindrücke von der Insel Mainau, in Südfrankreich, in Südostasien oder Nordafrika inspirierten die Leipzigerin zu imaginären Bildwelten, die individuelles Erleben spiegeln und in neu arrangiertem Kontext die Fantasie des Betrachters beflügeln. In ihren quadratischen Formaten verfangen sich ungebrochen Pink und Violett, knallige Grüntöne, Türkis und Kadmiumgelb zu expressiven Malereien von südlicher Leichtigkeit und lassen selbst lokale Inspirationen ins Mediterrane driften.

Der Besuch der royalen Gärten in Madrid wurde für die Künstlerin 1988 zum Schlüsselerlebnis, erweckte ihre Liebe zu artifiziellen Paradiesen, die den Betrachtern in asiatischer Gartenkunst, dem Park auf dem Blumeninsel im Bodensee oder in der Barockanlage Großsedlitz entgegentreten. Petersdorff bannt in ihren Gartenwelten die Blütenkerzen von Kastanienbäumen, den imposanten Wuchs französischer Zedern, diszipliniert gestutzte Buchsbaumkegel oder die schlanken Silhouetten der Zypressen. Sie lässt auf blaugrünen Seen weiße Segel blinken, beschwört die Magie von Wasser, Felsen und strahlenden Himmeln, hinterfragt die Landschaft als Spiegel heiterer Gelassenheit.

Die Stillleben der Schau, die Arbeiten aus knapp 15 Jahren zeigt, sind angeregt von den raffinierten Kunststücken französischer Konditoren. In den Arrangements von Puderzucker, Cremes und Früchten, den Verheißungen glasierter Torten, spielt Petersdorff ansteckende Freude an süßen Verlockungen aus, denen sie nicht nur auf Reisen, sondern auch in heimischen Auslagen nachspürt. Marzipan-Enten und Petit Fours, verpackte Törtchen und Erdbeerkuchen bezaubern in fröhlichen Limonadenfarben, stehen für Sinnenfreude und heiteren Genuss.

Gudrun Petersdorff, Jahrgang 1955, ging nach ihrem Studium an der Leipziger Kunsthochschule konsequent ihren Weg - sie entwickelte auf der Grundlage von Skizzen und Zeichnungen die eigene expressive Handschrift. Ihr Stil lebt vom Austarieren der Balance zwischen Farbflächen und Plastizität der Form, von Dichte und Leere. Das holt Spannung, aber auch die Aura der Rätselhaftigkeit ins Bildgefüge und hat das Zeug, den Betrachter beschwingter zu entlassen.

Ausstellung öffnet nach Vereinbarung unter 03437/9 87 70 sowie am 13. September zum Tag des offenen Denkmals von 14 bis 17 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2015
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