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Grimma Helfer in der Not sind unverzichtbar
Region Grimma Helfer in der Not sind unverzichtbar
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16:35 19.05.2015
Besorgniserregender Durchlass: Manuel Kuss weiß, dass die Brücke einst aus drei Bögen bestand. Nun gibt es nur noch den zu engen Durchlass. Quelle: Klaus Peschel

"Ich gehöre zu den Betroffenen, die es jedes Mal eiskalt erwischt, wenn sowohl von der Cannewitzer Straße als auch von der Serkaer und Gastewitzer Straße die Wassermassen zur Dorfmitte fließen. Der Damm, der 2008 fertiggestellt wurde, brachte zwar eine Entlastung für den Ort. Doch bei Starkregen versickert das Wasser nicht mehr auf den Felder, da die Gräben fehlen, sondern sucht sich seinen Weg. Hinzu kommt, dass eine zu DDR-Zeiten falsch sanierte Brücke bei Hochwasser für Überschwemmungen im Ort sorgt. "Wir wissen, dass wir in einem Ort leben, der mit dem Wasser leben muss. Doch bei extremen Wettersituationen brauchen wir nicht nur helfene Hände, sondern auch die Technik dazu", bemerkte Kuss. Deshalb hätten die Wagelwitzer auch nicht die Hände in den Schoss gelegt, sondern einen Verein Wagelwitzer Dorfleben gegründet. 70 Bewohner sind ihm schon beigetreten. Vorsitzende ist seit Mai Kathleen Herrmann (39). Manuel Kuss ist ihr Stellvertreter. "Wir hoffen, dass die Stadt Grimma noch einmal darüber nachdenkt, ob es angebracht ist, eine funktionierende Wehr zu schließen. Wenn das jedoch das letzte Wort ist, wollen wir gerüstet sein", sagte Kuss. Denn wenn die Feuerwehr geht, verschwindet der letzte Verein aus Wagelwitz und damit jegliches kulturelles und sportliches Leben. "Wir stellten einen Antrag, damit der Verein seinen Sitz im Feuerwehrgerätehaus errichten und nach einem eventuellen Auszug der Feuerwehr dieses übernehmen kann", sagte er. Bei einer eventuellen Feuerwehrfusion von Cannewitz und Wagelwitz sollte seiner Meinung nach darüber nachgedacht werden, ob solche Technik wie Pumpen und Schläuche, weiterhin im Wagelwitzer Feuerwehrgerätehaus gelagert werden könnten. Auch wenn Cannewitz nur einen Kilometer entfernt ist. Bei Hochwasser zähle jede Minute. Das haben sich erst jetzt beim letzten Starkregenfall gezeigt. Innerhalb einer Stunde war der Bach randvoll, und es musste sofort gehandelt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

Cornelia Braun

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