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Highland-Games in Trebsen: Schottisches Ausgehwetter ist kein Hindernis

Schlosspark Highland-Games in Trebsen: Schottisches Ausgehwetter ist kein Hindernis

Als die Athleten ihre Wettkämpfe beginnen, schließen sich die Himmelsschleusen: Dass der Auftakt der 16. Internationalen Highland-Games im Trebsener Schlosspark klanglich nicht so vollendet, wie geplant, stattfinden konnte, war da schon beinahe vergessen.

Gut beschirmt und deshalb so bunt wie noch nie: Trotz Regen wird der große Einmarsch und die Eröffnung der 16. Internationalen Highland-Games in Schloss und Park Trebsen zelebriert.
 

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen.  Trotz des heftigen Regens am Samstagmorgen starteten die 16. Internationalen Highland-Games in Schloss und Park Trebsen wie geplant. Aber: „Ich könnte heulen“, machte zunächst Uwe Schimmel vom Förderverein Rittergut Trebsen als Veranstalter mit Blick gen Himmel keinen Hehl aus seiner Gemütslage. Wie aus Gießkannen hatte es gegossen. Deshalb fiel der Einmarschzug anders als die Jahre zuvor spartanisch aus. Nur die Dresdener und Sauerländer Pipes and Drums wagten sich mit ihren Dudelsäcken raus und zelebrierten einen imposanten Einmarsch zur Hauptbühne im Park. Und sicher nicht nur zur Überraschung dieser Dudelsackspieler bildeten zahlreiche Besucher ein beeindruckendes Spalier, welches in diesem Jahr der vielen Regenschirme wegen so bunt wie noch nie anzusehen war.

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Das Wetter passte zwar zum schottischen Hochland. Doch davon ließen sich Wettkämpfer und Besucher der 16. Highland-Games in Trebsen nicht entmutigen. Die Stimmung war trotz des Regens riesig, auch wenn die Nässe den Dudelsack-Spielern zu schaffen machte.

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„Was soll’s, das Wetter können wir nicht ändern. Aber an der Stimmungsschraube können wir drehen“, sagte Beate Hertrampf, die selbst zu den Akteuren der Games gehörte. Das war der Tenor vieler Gäste und Teilnehmer, eben das Beste zu machen aus dem „schottischen Ausgehwetter“, wie es Schimmel treffend formulierte. Und der Trebsener Bürgermeister Stefan Müller (CDU) bezog sich zur Eröffnung auf ein altes schottisches Sprichwort: „Der Regen von heute ist der Whisky von morgen.“ Kerstin Rath von der Britischen Botschaft als Schirmherrin versicherte, der Brexit werde auf die Highland-Games in Trebsen keinen Einfluss haben, da die Schotten ohnehin ein eigenes Referendum pro EU anstreben würden.

Genau so kämpferisch gingen dann die Frauen und Männer an die Baumstämme, Holzklötze, Fässer, Steinkugeln und was da alles noch an gewichtigen Dingen zu heben, werfen oder ziehen war. Beim Anblick der muskelbepackten Athleten musste Petrus weiche Knie bekommen haben, er schloss mit Beginn der Wettkämpfe die Schleusen, so dass es tagsüber trocken blieb. Und damit stimmte wieder die Chemie zwischen Schimmel und Petrus.

„Wir sind extra aus Leipzig mit dem Nostalgiezug gekommen. Die Karten bekamen wir schon vor Wochen von den Kindern geschenkt, da war klar, dass wir auf jeden Fall kommen“, sagte Hans-Peter Rieger. „Ich bin schwer beeindruckt vom Teamgeist der Mannschaften, da könnte sich so manch einer in Politik und Gesellschaft etwas abgucken“, stellte Roland Schubert aus Gerichtshain fest. Seine Frau Beate war auf ganz anderes fokussiert. „Wenn ich das sehe, tut mir gleich der Buckel weh.“ Mit „gehörigem Respekt“ verfolgte Klaus Viehweg aus Dresden die Wettkämpfe der Frauen. „Mann oh Mann, kann ich da nur sagen.“ Etwas irritiert war Tobias Heinrich, der den Baumstamm-Slalom vermisste, obwohl die Arena dafür vorbereitet war. „Aus Sicherheitsgründen muss die Disziplin ausfallen, der aufgeweichte Boden stellt für die Athleten eine zu große Rutschgefahr dar“, erklärte Andreas Mierisch von der Wettkampfleitung.

Da er via Mikrofon das Geschehen in der Arena auch moderierte, konnten ihn die Klänge der Pipe Band und Drum-Major-Competition nicht übertönen. Außerdem schützte eine dichte Schallmauer aus zahlreichen Zuschauern, das „beeindruckende Musikschauspiel“, wie es Renate und Volker Bachmann aus Wermsdorf empfanden. „Für uns ist der wahre Grund, hier zu sein, diese Musik und das ganze Drumherum - toll ist es, das zu erleben“, schwärmte das Seniorenpaar.

Von Frank Schmidt

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