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Grimma Hilfe von Grimma nach Serbien
Region Grimma Hilfe von Grimma nach Serbien
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05:00 03.07.2010
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. Ranko Balog ist einer davon. „Und ich mach es gerne", sagt er stolz. Der 48-Jährige kam 1971 aus seinem damaligen Heimatland Jugoslawien nach Berlin. Durch den Volleyball verschlug es ihn 1995 nach Grimma.

„Ich war damals erst in Hohnstädt, später beim VVG für das Marketing zuständig und habe alles rund um die Mannschaft organisiert." Für deutsche Vereine hat er in Serbien auch Trainingslager organisiert. „Ich habe die Jugend des Dresdner SC zum Beispiel schon mit serbischen Volleyballern zusammengeführt. Ich möchte den Deutschen auch ein anderes Bild von Serbien zeigen. Eines, was sie vielleicht noch gar nicht kennen", sagt er.

Bei der Flutkatastrophe 2002 organisierte er die Hilfsausgabe in der Stadtverwaltung. „Das Hochwasser war der Ursprung für die Hilfsprojekte in Serbien", erinnert sich Ranko Balog. Denn seitdem sammelt er Spenden aller Art. „Wenn ich genug habe, fahre ich zirka dreimal im Jahr nach Serbien, um die Hilfspakete hinzuschaffen." Da ein Teil seiner Familie noch in Serbien wohnt, hat Ranko Balog auch immer gleich eine Übernachtungsmöglichkeit. Sogar die Stadt hat schon mitgeholfen. „Als in Serbien das Donauhochwasser war, hat die Stadt 10 000 Euro gespendet und die Evangelische Kirche 5000 Euro. Davon haben wir damals Betten und Werkzeuge gekauft. Sogar Joachim Mätzold und Dietmar Dietel waren schon mit in Novi Sad", erzählt er. Heute spendet er die Hilfspakete größtenteils Kinder- und Jugendheimen. „Jeder, der ihn anspricht, weiß auch, dass die Sachen dort ankommen, wo sie ankommen sollen", lobt Carmen Walther den Eifer von Ranko Balog. Sie muss es wissen, denn sie gibt Ranko Balog seit einem Jahr immer Sachen mit. „Ich habe seit einem Jahr ein Patenkind in Serbien. Milica heißt sie", sagt die Sachbearbeiterin aus dem Stadthaus. „Immer wenn meiner kleinen Enkelin die Sachen zu klein werden, gebe ich sie Ranko mit, weil sie zu schade zum Wegwerfen sind." Milica soll sich in Serbien dann immer freuen und die anderen Kinder vor Neid erblassen lassen. „Meine Enkelin hat Milica sogar schon einen Brief mitgegeben. Leider kam noch keine Antwort", bedauert Carmen Walther. Für Ranko Balog ist Carmen Walther eine der ersten, die ihm immer Sachen überlässt. „Das ist eine Geschichte, die wachsen muss. Aber ich bin da zuversichtlich. Die Sachen nehme ich immer gerne an. Wer will, kann sogar mit nach Serbien fahren", sagt er – und das sei ein ernst gemeintes Angebot.

Robin Seidler

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