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16:55 19.05.2015
Bereiten die Kurt-Ficker-Ausstellung in der St. Georgenkapelle vor (v. l.): Bernd Aurig, Robert Euricht und Bernd Voigtländer. Quelle: Silke Hoffmann

Und auch die Landschaften und Gebäude, die er festgehalten hat, sind vielen noch so im Gedächtnis."

Heimatfreund Bernd Voigtländer bereitete gemeinsam mit Kurt Fickers Schwiegersohn Robert Euricht die Präsentation vor und hat sich mit dem Leben des Malers beschäftigt. "Als er aus dem ersten Weltkrieg heimkehrte, wurde Ficker Lehrer an der Volks- und Bürgerschule Grimma und dann an der Gewerblichen Berufsschule. Hier war er, später als Direktor, bis zu seinem 70. Lebensjahr tätig. Er gab neben anderen Fächern auch Zeichenunterricht." Eigentlich habe er schon immer Maler werden wollen, aber es sei ihm nicht vergönnt gewesen, eine Kunstschule zu besuchen. Mit dem bekannten Heimatmaler Walter Artus und seinem Lehrerkollegen Heinrich Semm frönte Ficker seinem Hobby im Grimmaer Mal- und Zeichenkurs, der 1921 aus der Taufe gehoben wurde.

Fickers Tochter Gudrun trat in die Fußstapfen ihres Vaters und wurde in Grimma Sportlehrerin. "Auch sonst hatte sie viel von ihm, malte ebenfalls etwas, liebte aber besonders das Schreiben", erzählt Robert Euricht über seine Frau, die vor Jahren verstarb. Der kleine drahtige Mann, dem man seine fast 90 Jahre nicht glauben mag, hat sein Haus in der Leisniger Straße für die jetzige Ausstellung sozusagen "entbildert". "Die meisten Aquarelle, die nun in der Kapelle zu sehen sind, hängen sonst bei mir, denn ich lebe im einstigen Domizil meines Schwiegervaters", sagt Euricht. Er freut sich jedoch auch, dass einige Grimmaer wie Gerhardt Gimpel oder Martin Kauschinger Originalbilder von Kurt Fickert für die Schau in der Kapelle als Leihgabe zur Verfügung stellten.

Skizzen, Fotos, Glückwunschkarten oder Mal-Utensilien machen die Ficker-Schau in der St. Georgenkapelle rund. "Hier, das ist der Semm-Kasten meiner Frau", zeigt Robert Euricht auf eine Kiste mit Pinseln, Farben und Schablonen. "Zeichenlehrer Heinrich Semm, der Kollege von Kurt Ficker, hatte das damals für die Schüler so vorgeschrieben." Und Bernd Voigtländer weist auf ein Detail in einem Markt-Bild von Ficker anno 1921: "Der Mann hier vorn mit dem Hund, das soll Hans Winkler sein, der damals das Café betrieb, wo heute Apollo drin ist."

Silke Hoffmann i Ausstellung mit Aquarellen von Kurt Ficker in der St. Georgenkapelle: Eröffnung heute, 15 Uhr. Geöffnet sonnabends und sonntags jeweils von 13 bis 16 Uhr bis 30. Juni.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2013

Silke Hoffmann

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