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Grimma Hobbyornithologen lauschen Vogelstimmen
Region Grimma Hobbyornithologen lauschen Vogelstimmen
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05:00 20.04.2011
Hör mal, wer da singt: Große und kleine Hobbyornithologen lassen sich von Uwe Seidel (r.) durch die Natur führen. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Weil diese, anders als bei Menschen, aus Gezwitscher und Gesang besteht, war mehr ein gutes Gehör denn ein Fernglas von Nutzen. Ornithologe Uwe Seidel, der im Auftrag des Vereins Naturpark Muldenland durch die erwachende Frühlingsnatur führte, schlossen sich gut zwei Dutzend Interessierte an, manche mit ganz konkreten Hoffnungen.

„Wir würden uns freuen, den Pirol in der Natur zu sehen“, sagten Regina und Karl-Heinz Haferkorn. Ob sich der seltene und durch sein gelbes Gefieder sehr auffällige Singvogel tatsächlich zeigen würde? Jürgen Zwetschke ließ wissen, dass sein Nachbar in Nemt den Pirol schon gesehen haben will. Er persönlich habe noch nicht so viel Glück gepachtet. Horst Albrecht meinte aber ganz sicher, den Pirol schon gehört zu haben. Doch all das könne nicht sein, räumte Uwe Seidel mit den Irrtümern um den Pirol auf. „Dann haben Sie bestimmt den Star gehört, der kann den Pirol recht gut imitieren, aber eben nicht perfekt. Sein Gesang ist abrupter, während der Pirol melodischer singt.““ Und, so Seidel weiter, „der Pirol ist ein Sommervogel, der frühestens Anfang Mai als letzter Singvogel in unsere Breiten zurückkommt“.

Die Vogelwanderer waren darüber allerdings alles andere als enttäuscht.  Denn Seidel hatte viel über andere Vogelarten, ihre Stimmen und ihre Gewohnheiten zu erzählen. Davon wollten auch Angela und Bernhard Doberenz profitieren. „Vielleicht bekommen wir Aufschluss über Vogelstimmen, die wir sonst hören, aber nicht eindeutig zuordnen konnten“, meinte das Ehepaar und ließ damit erkennen, dass es sich oft in der Natur bewege. Genau das ist das Anliegen des Vereins, der sich über ein von der Leaderregion gefördertes Projektmanagement um die Entwicklung eines Naturparks bemüht. „Dazu gehört neben Naherholung sowie sanftem Tourismus und Regionalentwicklung immer auch Umweltbildung“, sagte Viola Heß vom Naturpark Muldenland unter Hinweis auf einen Kooperationsvertrag mit der Volkshochschule Muldental, über die solche naturbezogenen Führungen organisiert und durchführt werden. Dabei sei man bemüht, die ganze Bandbreite des Naturparks anzubieten. „Also die Tier- und Pflanzenwelt, die Landschaftsgestaltung, die Entstehung von Naturlandschaften, die Nutzung des Flusses durch den Menschen, aber auch markante Natur- und Kulturdenkmäler“, zählte Viola Heß einige Beispiele auf.

Die nächste Wanderung führt am Freitag, 8. Mai, über einen neu eingeweihten Pfad durch das Jagd- und Hegegebiet Colditz, das als ältester eingegrenzter Tierpark seiner Art erhalten ist.

Frank Schmidt

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