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Grimma Hoch zu Ross im Muldental: Rostockerin will erste Polo-Schule in Grimma gründen
Region Grimma Hoch zu Ross im Muldental: Rostockerin will erste Polo-Schule in Grimma gründen
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06:00 20.02.2016
Im exklusiven schweizerischen St. Moritz wird Polo auch auf Schnee gespielt. In Grimma soll es ein Sport für jedermann werden. Quelle: Keystone/Gian Ehrenzeller
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Grimma/Borsdorf

Polo, ein eher exquisiter Sport hoch zu Ross, soll nun im Muldental Einzug halten. Allerdings verspricht die Gründerin der ersten Polo-Schule in Sachsen, Laura Quiring, dass er für den Normalbürger erschwinglich ist. Deshalb wird es auch keinen Polo-Club, sondern einen Verein geben, erklärt die 34-Jährige. Auf der Messe „Partner Pferd“ knüpfte die Rostockerin, die jetzt in Borsdorf lebt, am Stand des Kinderreitfestvereins und der Stadt Grimma erste Kontakte.

„Gegenwärtig bin ich mit der Stadt und dem Reit- und Fahrverein Grimma sowie dem Verein Kinderreitfest im Gespräch, dass Polo auf den Böhlschen Wiesen gespielt werden kann“, erzählt Quiring. Beruflich ist sie Geschäftsführerin der QVision GmbH aus Leipzig, derzeit aber in der Babypause. In Verhandlung sind sie und ihr Mann Lars, Vorstand der Get AG in Leipzig, zudem mit zahlreichen Bürgermeistern im Muldental, da das Training an mehreren Standorten stattfinden soll. „Der Polo-Sport ist eine Teamsportart. Deshalb besteht unser Ziel darin, möglichst schnell einen Liga-Betrieb auf die Beine zu stellen“, sagt Laura Quiring. „Ich bin optimistisch, dass uns das schnell gelingt“, meint Lars Quiring.

Er selbst hat nie das Reiten gelernt, er spielte aktiv Tischtennis. „Doch ich habe gleich Feuer gefangen, als ich das erste Mal mit meiner Frau beim Polo in Berlin war“, erzählt er. Aufgrund der Spieltaktik konzentrieren sich die Akteure nicht auf das Reiten, sondern auf die Spieltechnik, erklärt der 47-Jährige. „Die Pferde sind ausgebildete Polo-Pferde und beherrschen den Sport oft besser als ihr Reiter“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Laura Quiring hat mehr Erfahrung. „Ich habe zwar bereits mit sechs Jahren auf dem Rücken eines Pferdes gesessen. Doch das Reiten geht beim Polo-Sport fast von allein.“ Mit der Gründung einer Polo-Schule verwirklicht sich die Rostockerin einen Traum. „Ich habe eine Karriere als Energiewirtschaftsmanagerin gemacht. Doch 2013 bin ich an einem Punkt angelangt, meine Lebensplanung zu überdenken“, erzählt sie. „Ich bin nach Argentinien gefahren. Dort lernte ich den Polo-Sport kennen, der mich bis heute nicht mehr losgelassen hat“, sagt sie. Zurück aus Südamerika, suchte sie sich einen Club in Berlin, um weiter Polo zu spielen. Zu ihrer Hochzeit schenkte ihr Lars, der Philosophie und Geschichte in Freiburg studiert und in Leipzig ein Informatikstudium absolviert hatte, zwei Polo-Pferde, die bei der Reitervereinigung Gestüt Grimma-Bahren untergestellt sind. „Das ist das Startkapital für die Polo-Schule, die ich ab April betreiben will“, sagt sie.

Einen ehemaligen Nationalspieler Argentiniens konnte sie als Trainer gewinnen. „Wenn alles klappt, werden wir einmal in der Woche auf den Böhlschen Wiesen trainieren und am Wochenende Wettkämpfe austragen“, blickt sie voraus. Wenn sich genug Interessenten finden, soll das Training auch in anderen Kommunen stattfinden. „Ich suche noch Pferdehöfe mit großen Wiesenflächen, auf denen wir trainieren können“, so Quiring. Vom Polo-Virus angesteckt ist auch ihr Vater, Jürgen Schwemer. Der 59-Jährige will ihr beim Aufbau der Schule helfen. Schon jetzt freut sie sich auf die ersten Workshops, zu denen sich Interessenten anmelden können. „Bis dahin werden wir noch Polo-Pferde und Ausrüstungen besorgen“, kündigt Laura Quiring an.

Mario Rost vom Verein Kinderreitfest ist überzeugt, dass der Polo-Sport eine Bereicherung für Grimma ist. „Er kann dazu beitragen, den Pferdesport für viele attraktiver zu machen, die mit Spring- und Dressurreiten nichts am Hut haben“, sagt er.

Mehr Informationen: Telefon 0179/7 63 56 24, E-Mail laura.quiring@qvision-polo.de

Von Cornelia Braun

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