Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Hochglanzheft für die „Orte der Reformation zwischen Pleiße und Mulde“

Publikation Hochglanzheft für die „Orte der Reformation zwischen Pleiße und Mulde“

Ob Martin Luther jemals in Colditz war, lässt sich bis heute nicht mit Sicherheit sagen. Wohl aber, dass hier einer seiner engsten Freunde, der Theologe Wenzeslaus Linck zur Welt kam. Zudem, wurde in der Stadt an der Mulde bereits 1518, ein Jahr nach Luthers berühmtem Thesenanschlag in Wittenberg, die Reformation eingeführt.

Lutherdenkmal in Borna.

Quelle: Saskia Bartel

Borna/Colditz. Ob Martin Luther jemals in Colditz war, lässt sich bis heute nicht mit Sicherheit sagen. Wohl aber, dass hier einer seiner engsten Freunde, der Theologe Wenzeslaus Linck zur Welt kam. Zudem, wurde in der Stadt an der Mulde bereits 1518, ein Jahr nach Luthers berühmtem Thesenanschlag in Wittenberg, die Reformation eingeführt. Grund genug, dass die Stadt im neuen Heft aus der Reihe „Orte der Reformation“, das die Evangelische Verlagsanstalt in Leipzig herausgibt, eine Rolle spielt. Es handelt sich um eine Hochglanzproduktion mit zahlreichen Texten und ausgewählten Fotos, wie es sie bereits von mehr als 30 Orten in Deutschland und Europa gibt. Die Publikation „Orte der Reformation zwischen Pleiße und Mulde“ erscheint im Oktober.

Die Region zwischen Pegau, Borna, aber auch Leisnig ist zweifellos ein „Kernland der Reformation“ wie es der Bornaer Superintendent Matthias Weismann sagt. Dazu gehört selbstverständlich auch Grimma, die Perle des Muldentals. Allerdings wird die Stadt im neuen Heft der Evangelischen Verlagsanstalt keine Rolle spielen. Grund: Die Stadt war bereits Gegenstand einer früheren Publikation aus der Reihe (die LVZ berichtete), und der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) fungierte deshalb auch als Herausgeber. Was letztlich eine Geldfrage war und ist, denn das Geschäftsmodell für die attraktiven Hefte besteht darin, dass die Produktionskosten für das Druckerzeugnis im Prinzip bereits wieder im Verlagssäckel sind, bevor das Werk an den Mann gebracht ist.

Im Falle des Reformationsheftes für die Orte „Zwischen Pleiße und Mulde“ gibt es zwei Herausgeber: neben Weismann auch dessen Amtskollegen Arnold Liebers, Superintendent des Kirchenbezirks Oschatz-Leisnig und früher lange Jahre Pfarrer in Bad Lausick. Beide Kirchenbezirke teilen sich in die Kosten, die sich auf eine vier- bis niedrige fünfstellige Summe belaufen. Dafür dürfen die Auftraggeber ihr Heft dann selbst veräußern.

Leser werden darin unter anderem Texte über Pegau, Gnandstein und Rötha finden. Nimbschen, der Ort, aus dem die spätere Luther-Gattin Katharina von Bora im Kloster lebte und schließlich floh, spielt in der Publikation ebenso eine Rolle wie der heutige Neukieritzscher Ortsteil Lippendorf, wo die Lutherin zur Welt kam. Und Borna natürlich, wo der Reformator nachweislich mehr als 20-mal auf seine Reisen von und nach Wittenberg bei seinem Geleitsmann Michael von der Straßen zu Gast war.

Dass auch Wurzen als „Ort der Reformation“ benannt wird, wirft immerhin Fragen auf. Schließlich steht fest, dass Luther dort niemals durch die Stadttore gegangen ist. Johannes Popp, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Verlagsanstalt, erklärt das mit der Stadt als Sitz des letzten Bischofs von Meißen, der dann im Zuge der Reformation auf der Strecke blieb. Der Reiz des neuen Heftes bestehe auch darin, dass es eine Region beleuchte, die von vielen Dorfkirchen ebenso geprägt sei wie von der Braunkohlenvergangenheit, so Popp weiter.

Die Fäden für die Erarbeitung der Publikation laufen bei Steffen Raßloff, einem Historiker aus Erfurt, zusammen. Ihm liegen Texte von namhaften Autoren aus der Region vor. Etwa von Wolfgang Ebert, dem bekannten Wurzener Stadthistoriker. Der Leiter des Volkskundemuseums Wyhra, Hans Ketzer, auch Mitglied der Luther-Arbeitsgruppe des Kirchenbezirks, hat sich mit dem Neunseenland sowie Neukieritzsch und Lippendorf befasst.

Von Nikos Natsidis

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grimma
Grimma in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 218,32 km²

Einwohner: 28.480 Einwohner (31.12.15)

Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²

Postleitzahl: 04668

Ortsvorwahlen: 03437,034382, 034384, 034386

Stadtverwaltung: Markt 16/17, 04668 Grimma

Luftbildaufnahme des Zentrums von Grimma.
Ein Spaziergang durch die Region Grimma
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

21.11.2017 - 11:59 Uhr

Wenn es draußen kälter und dunkler wird, beginnt die Hallensaison. Wir bieten eine Übersicht über Turniere in und um Leipzig und sind dankbar für Hinweise.

mehr
  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr