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Grimma Hochwasserschutz Grimma: Pläne werden komplettiert
Region Grimma Hochwasserschutz Grimma: Pläne werden komplettiert
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05:00 02.04.2011
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. Bis Juli dieses Jahres sollen ausführungsreife Pläne für alle noch folgenden Bauabschnitte vorliegen. Der Bau selbst dürfte sich mindestens bis 2014 hinziehen.

„Bitte nageln sie mich auf ein Datum nicht fest, wir bauen etwas Einmaliges", bat Hardy Sandig am Donnerstagabend im Grimmaer Stadtrat. Der Mitarbeiter des Leipziger Büros ICL, Projektsteuerer für den Bau in Grimma, informierte dort über den Bau- und Planungsstand für die Hochwasserschutzmauer. Dabei wurde deutlich, dass bisher vor allem in Untergrund gebaut wurde, nämlich an der unterirdischen Dichtwand, die auf der gesamten Baulänge verhindern soll, dass im Hochwasserfall Wasser von unten in die Stadt hinein drückt.

Zwischen dem nördlichen Beginn in der Straße Kellerhäuser und dem Verlobungsgässchen, also auf dem Gelände der Polizei, ist die Anlage schon komplett fertiggestellt. Hier wurde die Fassade des Polizeigebäudes dicht gemacht und es steht bereits ein Stück Mauer. Vom Verlobungsgässchen bis zum südlichen Ende der Stadtmauer ist die unterirdische Dichtwand fast fertig. Im April soll die Ertüchtigung der Außenwand des Schlosses erledigt sein.

Parallel zur unterirdischen Abdichtung wird die Grundwasserkommunikation gebaut, die im Dezember 2012 komplett fertig sein soll. Sandig sprach auch über die künftige Mauer vor der alten Stadtmauer. Die werde mit Natursteinen verblendet und soll von außen nicht erkennbar sein. Nur dort, wo die Schutzmauer die alte Stadtmauer überragt, werde der Beton sichtbar sein.

In diesem Jahr sollen laut Sandig noch drei Abschnitte der unterirdischen Bohrpfahlwand gebaut werden: von der Straßenbrücke bis zum Bauende am Burgberg, entlang der Stadtmauer bis zur Südseite des Schlosses und ab Herbst auf dem Volkshausplatz. Über die dortige Gestaltung und den Verlauf der Anlage seien noch Abstimmungen mit der Stadt vorgesehen.

Nach den Kosten gefragt verwies Sandig auf Aussagen der LTV, wonach die Anlage zwischen 35 und 40 Millionen Euro kosten werde. Stadträte wollten auch wissen, ob für die spätere Wartung und Unterhaltung der Anlage Kosten auf die Stadt zukommen. Sandig verneinte das, dies sei Aufgabe der LTV. Er empfahl den Stadträten aber, das Ufer vor der Mauer im Auge zu behalten und die Flusslandschaft erlebbar zu gestalten.

Der Stadt kommt die Aufgabe zu, im Hochwasserfall die etwa 125 Öffnungen – Tore, Fenster, Klappen u.s.w. – in der Schutzmauer zu schließen. „Wir arbeiten an Einsatzplänen", sagte Oberbürgermeister Matthias Berger, der deutlich machte, dass das keine Aufgabe für die Feuerwehr werden dürfe: „Wir müssen eine Wasserwehr aufbauen".

André Neumann

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