Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Höfgen: Abenteuerschule möchte Sechstklässlern Werte vermitteln
Region Grimma Höfgen: Abenteuerschule möchte Sechstklässlern Werte vermitteln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 12.08.2016
Tage der Ethik und Orientierung: Für die Schüler ist TEO mehr als nur ein einwöchiges Abenteuer im Freizeit- und Pfadfinderheim in Höfgen. Quelle: F
Anzeige
Grimma/Höfgen

Mit reichlich einhundert Sechsklässlern hat auf dem Gelände des Freizeit- und Pfadfinderheimes in Höfgen eine „Abenteuerschule des Lebens“ begonnen. Ganze Schulklassen aus den Oberschulen in Grimma und Colditz, sowie dem Evangelischen Schulzentrum in Großbardau erleben für eine Woche die „Tage der Ethik und Orientierung“, kurz auch „TEO“ genannt.

Kernziel ist die „Vertiefung der Gruppendynamik“, aber auch das „bessere gegenseitige Kennenlernen“, erklärt Lagerleiter und Jugendwart Gerd Pettrich. Nicht zu verwechseln sei dieses Camp mit einem verspäteten Ferienlager. „Nein, TEO ist direkt ein Schulprojekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Landesjugendpfarramt und dem Kirchenbezirk Leipziger Land organisiert und durchgeführt wird.“ Obgleich das Jugendlager unter kirchlicher Obhut stattfindet, gehe es nicht um eine Missionierung der Kinder. „Wir wollen Werte vermitteln. Und das beginnt schon mit dem gemeinsamen Lageraufbau, denn die Kinder werden in Zelten schlafen und das Gemeinschaftsleben findet in großen Gruppenzelten statt“, sagt Pettrich. Außerdem werden die Kinder selbst kochen, um so auch den Wert des alltäglichen Lebens und den Wert einer Gemeinschaft zu spüren. Mit „erlebnispädagogischen Elementen“ wie Floßbau oder Wanderungen in der Natur sollen die Tage abwechslungs- und erlebnisreich gestaltet werden. Und abends, so erläutert Pettrich ein besonderes Ritual, treffen sich alle Kinder in einem sogenannten Plenum am Lagerfeuer. Hier werden Lieder gesungen und man lässt den Tag Revue passieren.

Dies jedoch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass über dem Camp eine biblische Geschichte steht. „Darin geht es um Zachäus, jener kleine Zöllner, der oft nicht fair zu seinen Mitmenschen ist und selbst merkt, damit nicht immer glücklich zu sein. Bis er auf Jesus trifft“, umreist Pettrich den Handlungsrahmen. „Aber das ist eine Geschichte, die in die reale Erlebniswelt der Kinder eingreift und deshalb sehr lehrreich ist, ohne stets den Zeigefinger zu heben.“ Und was dank der Geschichte mit Lesungen und Theaterspiel aufgearbeitet wird, findet sich am nächsten Tag in den schon erwähnten erlebnispädagogischen Elementen wieder. „Diese biblische Geschichte ist als Aufhänger gedacht, die uns sagt, dass das wirkliche Leben aus Begegnungen auf Augenhöhe besteht und von gegenseitiger Wertschätzung getragen wird“, bringt der Jugendwart den tieferen Sinn der Tage der Ethik und Orientierung auf den Punkt.

Wie wichtig das zu sein scheint, ist aus den Worten der Colditzer Mädchen Hanna, Lilly, Leonie, Luisa und Paulina zu entnehmen. „Na ja, in unserer Klasse ist es manchmal ganz schön chaotisch. Und hier wollen wir uns alle mal richtig zusammenraufen, damit wir besser zusammenarbeiten.“ Die Aussichten dafür stehen gut. „Eigentlich können wir auch eine richtig gute Klasse sein, am Donnerstag jedenfalls sind wir gelobt worden“, verkündet Paulina.

Von Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Grimma Rettungsaktion für verletzten Storch geht weiter - Erste Küken sind verschwunden – Fangnetz ist auf dem Weg nach Otterwisch

Der verletzte Storch in Otterwisch ist noch immer nicht eingefangen. Küken, die mit Antibiotika versetzt wurden, und ihm zum Fraß vorgesetzt werden sollten, sind allerdings verschwunden. Vielleicht hat er die Köder gefunden. Für die Fangaktion hat sich ein Spezialist angesagt.

12.08.2016

Mit dem Einkaufsstübchen an der Hauptstraße in Ammelshain schloss der letzte Lebensmittelladen in den Naunhofer Ortsteilen. Die Pächterin entschied sich aus Gesundheitsgründen, ihn aufzugeben. Nun stellt sich die Frage, wie mit der Immobilie weiter verfahren werden soll. Stadt und Ortschaftsrat haben einen Plan.

12.08.2016

106 Jahre alt und kein bisschen müde: Der Tautenhainer Curt Welsch ist der älteste Mensch im Landkreis Leipzig. Die Statistik belegt, dass immer mehr Menschen die Altersgrenze von 100 und mehr Jahren markieren. Mit sechs Hundertjährigen ist Grimma der Spitzenreiter in der Region.

12.08.2016
Anzeige