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Grimma Höfgen: Altes Handwerk lockt Besucher ins Dorf der Sinne
Region Grimma Höfgen: Altes Handwerk lockt Besucher ins Dorf der Sinne
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10:16 26.09.2016
Achtung Suchtgefahr: Wassermühlenvereins-Mitglied Michael Hofmann offeriert den legendären Höfgener Zuckerkuchen. Quelle: Roger Dietze
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Grimma/Höfgen

Der Veranstaltungskalender der Stadt Grimma und ihrer Ortsteile ist prall gefüllt. Bisweilen zu prall. Denn alljährlich am letzten Septemberwochenende tritt die Konstellation ein, dass sich zwei kulturelle Höhepunkte in der Mulde-Kommune zeitlich überschneiden. Seitdem der Höfgener Handwerkermarkt „Dorf der Sinne“ am gleichen Wochenende wie das Grimmaer Stadtfest gefeiert wird. Oder vielmehr umgekehrt, wie der Betreiber des Höfgener Wassermühlen-Museums, Hans-Hennig Ruhmer, ausdrücklich und mit einem Augenzwinkern betont. „Die Grimmaer Stadtfestmacher haben mit einigem Neid auf unser zumeist schönes Wetter am letzten Septemberwochenende geschaut, bis sie sich vor vier Jahren zur Vorverlegung der Festivität vom bis dato traditionellen ersten Oktoberwochenende entschlossen haben.“ Seitdem sind die Grimmaer meteorologisch auf der sicheren Seite und Stadtfest und Handwerkermarkt leben in friedlicher Koexistenz. „Ich persönlich hatte keine Probleme mit der Überschneidung, denn ich habe auch nicht die Bedenken geteilt, dass uns damit möglicherweise die Gäste verloren gehen könnten, was sich schlussendlich auch nicht bewahrheitet hat“, so Hans-Hennig Ruhmer. Denn der Handwerkermarkt habe seinen eigenen Charakter und ziehe entsprechend auch zumindest mehrheitlich ein anderes Publikum an. Publikum wie Evelyn Braun. „In Höfgen ist es einfach wunderschön, ruhig, beschaulich, immer wieder interessant, und zudem schmeckt hier das handgemachte Brot ausgezeichnet“, so die gebürtige Leipziger und Wahl-Schweizerin, die nach eigener Aussage die Chance, dem Höfgener Handwerkermarkt einen Besuch abzustatten, wann immer sie sich bietet beim Schopfe packt. „Ganz einfach deshalb, weil dies ein richtig schönes Dorffest ist.“ Eine Einschätzung, die auch die Leipziger Naturmode- und Textilhändlerin Roswitha Floß teilt. „Ich gehöre fast schon zum Höfgener Inventar, weil der Handwerkermarkt für mich aufgrund seiner einzigartigen familiären und entspannten Atmosphäre den Höhepunkte meiner auswärtigen Verkaufsaktivitäten bildet“, so die Meusdorfer Händlerin. Aus ähnlichen Gründen gibt nach eigenem Bekunden auch der Grimmaer Dachdeckermeister Wolfgang Keller einer Präsentation auf dem Handwerkermarkt den Vorzug vor der auf dem benachbarten Stadtfest. „Die Präsentation alter deutscher Handwerkskunst wird in Höfgen gern gesehen, und deshalb sind wir so ziemlich von Anfang an beim Handwerkermarkt mit von der Partie.“ Mit von der Partie im Grimmaer Ortsteil an den beiden vergangenen Tagen waren auch Studenten der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die ein Mehrgenerationen-Brettspiel vorstellten, zudem boten die Mitglieder des Wassermühlen-Vereins ihr Mühlenofen-Brot sowie den legendären Zuckerkuchen feil.

Von Roger Dietze

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