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Grimma Höfgen betört die Sinne: Kunsthandwerk und ofenfrisches Brot aus der Wassermühle
Region Grimma Höfgen betört die Sinne: Kunsthandwerk und ofenfrisches Brot aus der Wassermühle
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11:06 24.09.2017
Fettbemmen mit saurer Gurke servieren die Mitglieder des Mühlenvereins ihren Gästen auf dem Handwerkermarkt. Quelle: Roger Dietze
Grimma/Höfgen

Ein Kontrast, wie er größer nicht hätten sein können: In der Grimmaer Innenstadt Halligalli und Big-Party beim Stadtfest, im benachbarten „Dorf der Sinne“ Höfgen ein beschauliches Zusammenspiel von Händlern und Kunsthandwerkern beim Handwerkermarkt. Am vergangenen Wochenende fanden die beiden Veranstaltungen zum wiederholten Mal, seitdem das Innenstadt-Event zeitlich nach vorn verlegt worden ist, parallel statt. Handwerkermarkt-Mitorganisator Hans-Hennig Ruhmer sieht darin kein Problem. „Es herrscht friedliche Koexistenz, und viele Gäste machen von beiden Angeboten gebrauch.“

Die Leipziger Naturmode-Händlerin Roswitha Floß indes hält seit Jahren dem Höfgener Markt die Treue. „Höfgen bietet ein sehr schönes und ruhiges Ambiente und stellt aufgrund seiner einzigartigen familiären und entspannten Atmosphäre den Höhepunkt meiner auswärtigen Verkaufsaktivitäten dar.“ „Wiederholungstäter“ gab es unter den über 40 regionalen Handwerker, Händlern und Künstlern jede Menge. Sie alle trugen ihren Teil dazu bei, dass den Handwerkermarkt-Besucherinnen und -Besuchern an den beiden vergangenen Tagen eine große Angebotspalette geboten wurde, die von handgeflochtenen Körben über Gebrauchskeramik bis hin zu Bürsten in allen Größen und Härtgraden reichte.

Abgerundet wurde das Programm von der HTWK Leipzig, die erneut ihr Mehrgenerationsspiel „Mitteldeutschland“ vorstellte, sowie von einer Vielzahl an Gaumenfreuden, darunter Brot und Zuckerkuchen aus dem Wassermühlen-Backofen und Fleischspezialitäten der benachbarten Neunitzer Bisonfarm von Jörg Diecke.

Ob vor der Tür der Höfgener Wassermühle die Sonne brennt oder es die Temperaturen nur knapp in den zweistelligen Bereich schaffen – wenn die Mitglieder des Wassermühlen-Vereins zum Backtag einladen, dann kommt Mühlenbetreiber und Hobbybäcker Hans-Henning Ruhmer immer ins Schwitzen. Denn dann versorgt der Verein die Besucher des Handwerkermarktes mit frischem Brot aus Natursauerteig eines regionalen Landbäckers im Ruhestand. Und darüber hinaus mit dem berühmten und seines Kalorienreichtums wegen nicht minder berüchtigten Zuckerkuchen. „Allein am Sonnabend haben wir 14 Kuchen gebacken“, so der einstige Höfgener Gastronom, für dessen Verein der Höfgener Handwerkermarkt den jährlichen Höhepunkt darstellt. „Mitte Oktober werden wir letztmalig in diesem Jahr den Ofen anwerfen und Brot backen, den nächsten Backtag gibt es dann erst wieder im April“, so Ruhmer.

Von Roger Dietze

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