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Grimma Höfgener Musikfestival „Was hören wir“ diesmal mit musikalisiertem Radweg
Region Grimma Höfgener Musikfestival „Was hören wir“ diesmal mit musikalisiertem Radweg
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05:00 14.08.2010
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. Vom 5. bis 12. September findet im Grimmaer Ortsteil wieder das schon traditionelle internationale Musikfestival statt.

Eingeläutet im wahrsten Sinne des Wortes wird das Fest mit der Vernissage einer Ausstellung unter dem Titel „Fang Sinn Klang" von Erwin Stache, der mit seinen mannigfaltigen Klangobjekten (wie zum Beispiel der Windmusik im Bismarck-Turm des Jutta-Parks) bei den Hör-Festivals nicht wegzudenken ist.

Stache gibt dann maßgeblich auch den Ton an, wenn es um den ganz besonderen Höhepunkt des diesjährigen Festivals geht. Waren in den vergangenen Jahren bei den Festen die musikalisierten Städte Wurzen, Bad Lausick, Colditz, Rochlitz und zuletzt Grimma der Knüller und zogen hunderte von Menschen an, soll es in diesem Jahr einen musikalisierten Radweg geben. Für den 11. September ist von 15 bis etwa 18 Uhr eine Klangexpedition durch die Orte Höfgen, Kaditzsch, Schkortitz und Naundorf vorbereitet. Treffpunkt ist der große Parkplatz in Höfgen, und dann wird auf einer Strecke von 13 Kilometern die musikalisierte Umgebung abgeradelt. Die Schiffmühle, der Jutta-Park, die Studiogalerie Kaditzsch, der Zickzack-Weg, das Tannickental, ein Stück Landstraße, ein wenig Feldweg, der Läuseberg mit seiner wunderschönen Panorama-Aussicht über das Tal der Mulde, das Schkortitzer Tierheim, der Leichenweg, die Schellbitzquelle und die Schellbitzhöhe und der Pestfriedhof gehören zu den Stationen. Und allerorts warten klangvolle Überraschungen auf Radfahrer. Grimmaer Chöre, Tänzer der Dazzling Flights, viele Ensembles und Instrumentalisten zaubern verschiedenste Töne in die Landschaft und in die Ohren der Klangexpedition-Teilnehmer. Zu den Mitwirkenden gehören auch Sven-Ake Johansson, der vor 15 Jahren beim ersten Festival das Traktorenkonzert erklingen ließ, und Komponist Wolfgang Heisig.

Wenn die musikalische Radpartie durch Höfgener Fluren schließlich gegen 18 Uhr zu Ende geht, werden sich die Festival-Besucher auf die andere Muldenseite, in die Nimbschener Aue, begeben. Denn hier gibt es ab 20 Uhr den krönenden Abschluss des Tages und des Festivals, nämlich die „Mulda Mysteria". Vom Ufer des Flusses ist dann auf der Höfgener Muldenseite eine große musikalische Inszenierung zu erleben. Unter anderem spielt das Rundfunkblasorchester Leipzig Werke von Heisig, Händel und Bach, es erklingen Posauen, Saxophone und andere Soloinstrumente. Neben dem Hören geht es dann hier aber auch ums Sehen. Denn die Musik soll auf der gesamten Uferlinie durch tolle pyrotechnische Installationen, Lichtkunst und Wasserperformance begleitet und unterstrichen werden. Diese schillernde und musikalische Panoramabühne am Fluss und der abschließende Swing mit Kapellmeister Sven-Ake Johansson lassen das 15. Hör-Festival ausklingen.

 Für die Vorbereitung des musikalisierten Radweges lädt die Denkmalschmiede Höfgen am Donnerstag, 19. August, 18 Uhr, alle interessierten Höfgener, Grimmaer und Muldentaler in die Studiogalerie ein. Dabei geht es einerseits um Informationen zur Hörspazierfahrt und die Vorstellung der Route, vor allem aber um weitere Ideen für musikalische Überraschungen am Wegesrand. Gesucht werden durch die Veranstalter auch Teilnehmer mit möglichst kuriosen Gefährten (sehr alte Fahrräder, Tandems. Laufräder, Hochräder...)

Silke Hoffmann

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