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Grimma Höhere Elternbeiträge für Kinderkrippen
Region Grimma Höhere Elternbeiträge für Kinderkrippen
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05:00 25.07.2018
Steigerung: Um zehn Euro wird sich der Elternbeitrag für Trebsens Kinderkrippen erhöhen. Quelle: Archiv
Trebsen

Steigen werden ab September die Elternbeiträge für die Kinderkrippen in Trebsen, Altenhain und Seelingstädt. Der Stadtrat beschloss am Montagabend, die Erhöhung so minimal wie möglich ausfallen zu lassen.

„Wir sind vom Gesetz her verpflichtet, mindestens 20 Prozent der Betriebskosten einer Kindertagesstätte als Elternbeiträge zu erheben, ansonsten erhalten wir laut sächsischem Kita-Gesetz keine Landeszuschüsse“, erläuterte Hauptamtsleiterin Romy Sperling. Im Hort und Kindergartenbereich sei der Mindestwert gegeben. In den Krippen hingegen liege er derzeit bei 18,94 Prozent.

189,28 Euro für Betreuung in Kinderkrippen

Um den Richtwert zu erreichen, müssen Eltern künftig für die neunstündige Betreuung ihres ersten Kindes in einer der drei Einrichtungen monatlich 189,28 Euro bezahlen, das sind 10,01 Euro mehr als zurzeit. Für das zweite Kind, das gleichzeitig eine Einrichtung besucht, verringert sich der Betrag auf 60 Prozent dieser Summe, für jedes weitere Kind auf 20 Prozent. Alleinerziehende werden grundsätzlich um zehn Prozent weniger zur Kasse gebeten.

Elternbeitrag steigt so gering wie möglich

Nach einer mehrjährigen Pause hatte die Stadt im vergangenen Jahr die Beiträge für Kitas und Hort angehoben. Um nicht jährlich nachbessern zu müssen, schlug die Verwaltung vor, für die Krippen jetzt gleich etwas mehr Geld von den Eltern einzufordern, damit nicht so häufig an der Schraube gedreht werden muss. Das lehnte jedoch, wie berichtet, der Verwaltungsausschuss ab, der sich dafür aussprach, ein Zeichen in Richtung Kinderfreundlichkeit zu setzen. Dieser Empfehlung schloss sich der Stadtrat an, ansonsten wäre es gesetzlich möglich gewesen, sogar bis zu 217,67 Euro von den Eltern zu verlangen.

Betriebskosten in Kinderkrippen steigen

Betrieben werden die drei Kitas von der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental. Sie begründet die steigenden Betriebskosten in den Krippen mit höheren Kinderzahlen und dem sinkenden Personalschlüssel; ab 1. September betreue eine Erzieherin statt bisher 5,5 nur noch fünf Mädchen und Jungen. Das führe zu höheren Personalausgaben, zumal auch noch die Löhne an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angeglichen werden müssten, um genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen zu haben.

Beiträge für Kindergarten und Hort stabil

An der neunstündigen Kindergartenbetreuung ändert sich dieses Jahr für die Eltern finanziell nichts, sie kostet weiterhin 110,02 Euro pro Monat. Auch der Beitrag für sechs Stunden im Hort bleibt mit 64,31 Euro stabil. Abschläge gelten entsprechend denen der Krippen.

Von Frank Pfeifer

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