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Grimma Hoffest bei Hahns mit historischer Landtechnik
Region Grimma Hoffest bei Hahns mit historischer Landtechnik
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11:30 11.06.2018
Ausgestellte Lanz-Bulldogs bei Hahns. Quelle: René Beuckert
Otterwisch

Weniger Besucher als im Vorjahr zog es am Sonnabend zum Hoffest des Otterwischer Landwirtschaftsbetriebs Hahn. „Die große Hitze schreckt immer einige ab“, erklärte sich Chef Christian Hahn den Rückgang. Er baute auf den Sonntag, der generell besucherstärker sei und an dem die Temperaturen unter der 30-Grad-Marke blieben.

Für den Inhaber des Direktvermarktungsbetriebs ist es seit langem ein Anliegen, seinen Hof der Öffentlichkeit vorzustellen. „Viele Städter haben kaum eine Vorstellung davon, wie ein Landwirtschaftsunternehmen wirtschaftet und die Tiere gehalten werden“, begründete er das Engagement. „Unseren etwa 100 Rindern und der Nachzucht sowie den 300 Schweinen stehen genügend Stallflächen und sogar mehr Auslauf, als gefordert, zur Verfügung.“

Die Original Lauterbacher Dorfmusikanten spielten im Festzelt auf. Quelle: René Beuckert

Einige Sorgen bereitet dem Bauern die warme Wetterperiode. „Das Getreide auf dem Halm sieht zwar gut aus, doch bei näherer Betrachtung sind weniger Körnerstände zu verzeichnen“, bedauert er. „Genauso ist es bei der Luzerne, die in ihrer Entwicklung schon viel weiter sein müsste. Obwohl bei dieser Pflanze die Wurzeln bis zu mehreren Metern tief in den Boden reichen, scheint sie nicht genügend Feuchte abzubekommen.“

Davon merkten jedoch die Besucher, darunter etliche Familien, des Hoffestes nichts. Im Gegenteil, sie lauschten der Blasmusik oder ließen sich mit dem Kremser durchs Dorf kutschieren. Zu den weiteren Aktionen insbesondere für die Kinder, wie Streichelzoo mit Eseln, Ponys und Ziegen, gab es Landtechnik von einst zu sehen. Vornehmlich Lanz-Bulldog-Freunde hatten ihre Gefährte der Baujahre 1938 bis 1947 mitgebracht, von denen einige in Aktion zu erleben waren.

Manche Besucher wunderten sich, als Holger Nürnberger eine Weile lang unter einem seiner Traktoren eine Lötlampe brennen ließ. „Viele Schlepperfahrzeuge hatten zu jener Zeit noch keinen Anlasser. Durch das Vorglühen zündet der Selbstzünder, wenn ich den Motor mit der Kurbel drehe“, erklärte er. Die umstehenden Besucher staunten nicht schlecht, als Nürnberger den Lenker vom Fahrzeug mit wenigen Handgriffen abmontierte und diesen als Kurbel nutzte. Kaum dass er mit Schwung den Totpunkt des Motors überwunden hatte, tuckerte die Maschine in ihrem unverwechselbaren Sound.

Von René Beuckert

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